Herz aus dem Takt

Viele ältere Menschen leiden an Vorhofflimmern, einer Herzrhythmusstörung. Was Sie tun können, damit Vorhofflimmern nicht zum Schlaganfall führt.

Seniorin isst Salat © Thinkstock
(Bonn – 11.08.2015) Vorhofflimmern betrifft in Deutschland mehr als zwei Millionen meist ältere Menschen. Die Herzrhythmusstörung geht oft mit weiteren altersbedingten Erkrankungen wie Herzschwäche, Diabetes mellitus oder Bluthochdruck einher. Diese Kombinationen können ernste Folgen haben: Vorhofflimmern allein erhöht das Risiko für einen Schlaganfall bereits um das Fünffache. Noch größer ist die Gefahr, wenn eine oder mehrere Grunderkrankungen hinzukommen. Wer jedoch herzgesund lebt, erhöhten Blutzucker oder Blutdruck konsequent angeht und gegebenenfalls vorbeugende Medikamente einnimmt, hat dennoch gute Chancen, das Schlimmste zu verhindern.

Jeder vierte Erwachsene bekommt einmal Vorhofflimmern

Vorhofflimmern wird häufig unterschätzt. Dabei entwickelt jeder vierte Erwachsene im Laufe seines Lebens diese häufigste aller Herzrhythmusstörungen. Patienten, bei denen Vorhofflimmern festgestellt wird, sollten ihr persönliches Risiko für einen Schlaganfall kennen. Dieses kann der Arzt mithilfe eines sogenannten Scores, also einer Punktetabelle abschätzen. Besonders negativ schlagen ein vorangegangener Schlaganfall und ein Lebensalter über 75 Jahre zu Buche. Beide Risikofaktoren lassen sich nicht beeinflussen, ebenso wenig wie eine vorliegende koronare Herz- oder Gefäßkrankheit.

Risikofaktoren vermeiden

Dennoch sind Betroffene nicht machtlos. Denn Diabetes mellitus und Bluthochdruck stehen ebenfalls auf der Liste der Risikofaktoren – und dagegen kann man etwas tun, so der Herzspezialist Prof. Dr. Thorsten Lewalter vom Peter Osypka Herz Zentrum an der Internistischen Klinik Dr. Müller in München: „Am besten kann man diesen Erkrankungen vorbeugen, indem man sich gesund ernährt, ausreichend bewegt und nicht raucht. Allerdings leiden viele Patienten mit Vorhofflimmern bereits an Diabetes mellitus und Bluthochdruck. In diesem Fall ist es wichtig, beides durch eine gesunde Lebensweise und eine konsequente Therapie in Schach zu halten.“ Wenn viele Risikofaktoren zusammenkommen, ist es sinnvoll, zusätzlich Medikamente zur Gerinnungshemmung einzusetzen. Sie verringern die Wahrscheinlichkeit, dass das Blut verklumpt und mindern so die Gefahr eines Schlaganfalls.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.08.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Deutsche Seniorenliga: Selbst etwas tun, damit Vorhofflimmern nicht zu Schlaganfall führt
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2015/11: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)