Bluthochdruck erkennen

Viele wissen nicht, dass sie zu hohen Blutdruck haben. Gefährlich: Denn unbehandelt kann er etwa zum Herzinfakt führen. So verhindern sie es.

Frau misst Blutdruck © Thinkstock
(Stuttgart – 16.05.2014) Rund 20 bis 30 Millionen Deutsche leiden unter Bluthochdruck – und nur jeder Zweite weiß von seiner Krankheit. Und: Nicht einmal die Hälfte aller Patienten, die davon wissen, lassen sich von ihrem Arzt behandeln. Dabei kann unbehandelter Bluthochdruck auf Dauer zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen – die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Er wird für 54 Prozent aller Schlaganfälle sowie für 47 Prozent aller Herzkranzerkrankungen verantwortlich gemacht. Weltweit sterben jährlich über neun Millionen Menschen aufgrund eines überhöhten Blutdrucks. Früherkennung und Behandlung von Bluthochdruck ist daher sehr wichtig. Darauf weist die Deutsche Hochdruckliga anlässlich des Welt-Hypertonie-Tags am 17. Mai hin.

Blutdruck lässt sich oft durch Änderung des Lebensstils senken

Rechtzeitig erkannt, lässt sich zu hoher Blutdruck gut regulieren und Folgeschäden lassen sich somit vermeiden. Oft kann bereits eine Umstellung der Lebensgewohnheiten eine Blutdrucksenkung erzielen: Cholesterin- und salzarme Ernährung, regelmäßiges Laufen oder Schwimmen, bei Übergewicht Abnehmen und mit dem Rauchen aufhören. Sollten diese Schritte nicht die gewünschten Ziel-Werte bringen, ist es erforderlich, den Bluthochdruck mit Medikamenten zu behandeln. Schon eine leichte Senkung des Blutdrucks von 5 mmHg kann Folgeschäden vorbeugen. Das Schlaganfall-Risiko lässt sich damit laut der DEGS1-Studie des Robert Koch-Instituts um bis zu 14 Prozent senken, das Risiko für einen Herzinfarkt um bis zu neun Prozent.

Auch regelmäßig zu Hause den Blutdruck messen

Deshalb sollte jeder seine Blutdruckwerte kennen und regelmäßig Messungen durchführen oder durchführen lassen – etwa beim Hausarzt oder in der Apotheke. Bluthochdruck liegt vor, wenn Messungen in der Arztpraxis wiederholt Werte von 140/90 mmHg und mehr ergeben. Experten empfehlen, neben der ärztlichen Messung und Beratung auch in regelmäßigen Abständen zu Hause die Werte zu prüfen. Denn die Messwerte sind beim Arzt durch den sogenannten „Weißkittel-Effekt“ meist höher als im gewohnten Umfeld. Am besten eignen sich dafür geprüfte Messgeräte, um korrekte Werte zu erhalten. Experten empfehlen, im Anschluss die Werte in einen Blutdruckpass einzutragen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.05.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Deutsche Hochdruckliga
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