Kalium gegen Bluthochdruck

Wer sich kaliumreich – etwa mit vielen Hülsenfrüchten – ernährt, kann sein Bluthochdruck- und Schlaganfall-Risiko senken. Das zeigen mehrere Studien.

Hülsenfrüchte © Thinkstock
(Bonn – 21.05.2013) Wer mit der Nahrung ausreichend Kalium aufnimmt, kann das Risiko für Bluthochdruck und Schlaganfall senken. Das ist das Resultat einer Auswertung von 33 Studien mit insgesamt 128.000 Teilnehmern. Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatten untersucht, welchen Einfluss die Kaliumzufuhr unter anderem auf den Blutdruck, die Nierenfunktion, die Blutfettwerte und das Schlaganfall-Risiko hat.

Kalium reguliert den Wasserhaushalt und beeinflusst so den Blutdruck

Kalium ist ein essenzieller Nährstoff, der den Wasserhaushalt reguliert und auf diese Weise auch den Blutdruck positiv beeinflussen kann. Vermutlich ist dieser Effekt besonders deutlich, wenn Betroffene viel Kochsalz zu sich nehmen. Dieses sollte man bei Bluthochdruck jedoch eher meiden. Kalium ist ein Gegenspieler zu Natrium und kann deshalb in diesen Fällen ausgleichend wirken. Außerdem sorgt der Mineralstoff für ein Säure-Base-Gleichgewicht und ist für die normale Zellfunktion notwendig.

Ausreichend Kalium verringert Schlaganfall-Risiko um 24 Prozent

Die Auswertung der Daten hat bestätigt, dass eine höhere Kaliumzufuhr von 90 bis 120 Millimol (mmol) pro Tag zumindest bei Bluthochdruckpatienten den Blutdruck reduziert. Blutfettwerte, die Konzentration von Hormonen wie Adrenalin und die Nierenfunktion wurden durch eine erhöhte Kaliumkonzentration im Blut nicht beeinträchtigt. Das Schlaganfall-Risiko verringerte sich um 24 Prozent, wenn der Körper ausreichend mit Kalium versorgt war.

Weltweit zu geringe Kaliumzufuhr

Nach Daten der WHO nehmen die Menschen weltweit zu wenig Kalium mit der Nahrung auf. In den meisten Ländern liegt die Zufuhr deutlich unter der von der WHO empfohlenen Mindestmenge von 90 Millimol (etwa 3,5 Gramm) täglich, die für Erwachsene ohne Nierenschäden gilt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt zwei Gramm als minimale tägliche Zufuhr an. Durch den Verzehr von frischem Obst (Bananen, Datteln), Gemüse (Spinat, Kohl) und Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen) lässt sich die Kaliumaufnahme erhöhen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.05.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: aid infodienst (www.aid.de)
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