Herz in Gefahr

Bluthochdruck: Wird das Herz auf Dauer durch einen zu hohen Blutdruck belastet, drohen schwerwiegende gesundheitliche Folgen.

Gerät zum Blutdruckmessen © Thinkstock
(Krefeld – 27.07.2012) Die meisten Menschen kennen die eigenen Blutdruckwerte, wissen jedoch nicht, was sie bedeuten. „Patienten müssen wissen, dass Bluthochdruck auf Dauer tödlich ist“, sagt Professor Heinrich Klues, Chefarzt der Kardiologie am Helios Klinikum in Krefeld. Rund 30 Millionen Menschen in Deutschland sind von zu hohen Blutdruckwerten betroffen.

Blutdruck – was ist das?

Der Blutdruck zeigt an, mit welcher Kraft das Blut gegen die Arterien und Gefäßwände drückt. „Der Herzmuskel zieht sich rund 70 Mal pro Minute zusammen, um selbst die kleinsten Arterien in unserem Körper mit Blut zu versorgen“, erklärt der Experte. Aus dem Widerstand der Gefäße und der Pumpleistung des Herzens ergibt sich der messbare Druck. Der optimale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg.

Die erste Zahl stellt dar, wie stark der Druck im höchsten Moment ist, nämlich während das Herz pumpt. Die zweite Zahl gibt an, wie stark der Druck in der Ruhephase zwischen den Herzschlägen ist. „Wenn die Gefäße enger werden, zum Beispiel durch Abnutzung im Alter, Rauchen oder Übergewicht, steigt der Druck des Blutes und das Herz muss immer kräftiger schlagen“, so Professor Klues.

Gefahr Bluthochdruck

Auf Dauer führt diese Überbelastung zu zahlreichen riskanten Folgeerscheinungen, zum Beispiel einem Herzinfarkt: „Der Herzmuskel kann durch eine Vielzahl kleiner Vernarbungen allmählich versteifen, gleichzeitig werden durch Ablagerungen die Herzkranzgefäße geschädigt“, erläutert der Kardiologe.  

Ganz besonders leidet die Aortenklappe, die Klappe zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader, unter dem Bluthochdruck. „Sie ist dafür zuständig, den Rückfluss von Blut aus der Schlagader in die Herzkammer zu verhindern“, erklärt Heinrich Klues. „Bei zu hohem Blutdruck kann es dazu kommen, dass sie ausleiert, verschleißt und dann nicht mehr richtig öffnet.“ Eine diagnostizierte Hypertonie sollte daher von Betroffenen immer ernst genommen und schnellstmöglich therapiert werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.07.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cd
  • Quellen: dapd
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