Besenreiser veröden lassen?

Sie sind unschön, aber harmlos: Besenreiser. Wer sie loswerden will, kann sie veröden lassen. Die Kosten dafür muss man jedoch selbst tragen.

Frau hält ihr Bein Krampfadern © Thinkstock
(Burgebach – 22.06.2012) In den warmen Monaten des Jahres stören die roten oder violetten, geschlängelten Äderchen an den Beinen am meisten. Denn in kurzer Hose oder Sommerkleid fallen Besenreiser schnell auf und sind vielen Betroffenen ein Dorn im Auge. Ursache für die erweiterten Hautgefäße ist häufig eine angeborene Bindegewebsschwäche, aber auch langes Sitzen oder Stehen und zu wenig Bewegung sind Risikofaktoren. Auch wenn Besenreiser in den meisten Fällen medizinisch völlig harmlos sind, entscheiden sich viele aus ästhetischen beziehungsweise kosmetischen Gründen für eine Behandlung.

Wirkstoff wird in die Vene gespritzt

„Eine solche Verödung, also die sogenannte Mikro-Sklerosierung der Besenreiser, kommt prinzipiell für jeden infrage“, sagt Chirurg Lutz Schimmelpfennig, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Mit einer feinen Nadel spritzt der behandelnde Arzt meist der Wirkstoff Polidocanol in unterschiedlicher Konzentration in die kranken Venenabschnitte. Dadurch wird eine künstliche Entzündung verursacht, die betroffenen Venenabschnitte werden verklebt.

Die Annahme, dass aus Besenreisern im Laufe der Zeit Krampfadern entstehen, sei falsch, betont Schimmelpfennig. „Deswegen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Verödung von Besenreisern in der Regel auch nicht.“ Wer sich dennoch für eine Behandlung entscheidet, muss mit Kosten von zwischen 40 und 120 Euro rechnen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 22.06.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cw
  • Quellen: dapd
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