Rauchstopp schützt vor Infarkt

Nach einem Herzinfarkt sollten Raucher etwas gegen ihre Sucht unternehmen. Denn das verringert das Risiko für einen weiteren Infarkt.

Zigarette wird durchgebrochen © Thinkstock
(München – 24.05.2012) Raucher bekommen nach einem Herzinfarkt nicht nur von Ärzten, sondern auch von Familie und Freunden meist den dringenden Rat, endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Mit gutem Grund: „Rauchen verengt grundsätzlich erst mal die Blutgefäße“, erklärt Franz Goss, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen. „Diese Verengung führt dann dazu, dass der Blutdruck steigt und damit der Druck auf die Gefäße zunimmt.“

Dadurch muss das Herz nicht nur mehr arbeiten, es verschlechtern sich auch die Fließeigenschaften des Bluts: „Das alles kann dann wieder zu einer Minderdurchblutung des Herzens führen und damit bei Risikopatienten besonders schnell einen erneuten Infarkt provozieren“, warnt der Kardiologe aus München.

Infarktrisiko verringert sich durch Rauchstopp erheblich

Die Statistik belegt: „Allein durch einen sofortigen Rauchstopp verringert sich das Risiko für einen erneuten Herzanfall beim Infarktpatienten um 30 Prozent.“ Die Entwöhnung sei daher ein dringend erforderlicher Schritt, um die Gesundheit des Herzens zu erhalten, so der Experte. Unterstützung und Kontaktadressen bei der Entwöhnung erhalten Betroffene bei ihrem Hausarzt und bei der Krankenkasse.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.05.2012
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
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