Hochdruck in der Praxis

Blutdruckmessungen beim Arzt können falsche Ergebnisse liefern. Patienten mit Bluthochdruck sollten die Werte regelmäßig zu Hause überprüfen.

Ärztin beim Blutdruckmessen © Thinkstock
(Berlin – 23.02.2012) Für manche Menschen ist der Besuch beim Arzt ein unangenehmer Pflichttermin, der mit Stress und Aufregung verbunden ist. Besonders Menschen mit Bluthochdruck kommen dann mit zusätzlich erhöhten Werten beim Arzt an. „Untersuchungen zeigen, dass die Werte beim Arzt meistens höher sind als bei Messungen zu Hause in gewohntem Umfeld“, erklärt Lutz Engelen, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer in Berlin.

Der „Weißkittel-Effekt“

Häufig treibt die Angst vor der Untersuchungssituation oder schlechten Ergebnissen den Blutdruck zusätzlich in die Höhe. Dieser sogenannte „Weißkittel-Effekt“ als Ausdruck der Aufregung kann die Diagnose Bluthochdruck verfälschen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Werte auch zu Hause in Ruhe regelmäßig zu überprüfen.

Damit dabei keine Fehler passieren, können Patienten sich vom behandelnden Arzt oder in Apotheken erklären lassen, wie die Blutdruckmessgeräte richtig eingesetzt werden.

Auch beim Kauf eines Geräts ist eine Beratung durch den Arzt oder Apotheker sinnvoll: „Nicht jedes Blutdruckgerät ist für jeden Menschen geeignet", sagt Engelen. Übergewichtige Menschen bräuchten zum Beispiel eine breitere Oberarmmanschette oder ein Gerät, das nur am Handgelenk misst. Menschen mit Sehschwäche profitieren von einem Gerät mit großem Display.
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