Den Puls im Blick

Regelmäßiger Ausdauersport kann helfen, abzunehmen. Wer seinen Puls dabei zu sehr in die Höhe treibt, erzielt den gewünschten Effekt jedoch nicht.

(Köln – 14.11.2011) Sport und regelmäßige Bewegung können dabei helfen abzunehmen. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren, die Herz-Kreislauf-System, Lunge und Stoffwechsel anregen. Wer dabei seinen Puls jedoch zu sehr in die Höhe treibt und an die Belastungsgrenze geht, verliert womöglich gar nichts von den ungeliebten Fettpolstern. Viele Leute nutzen daher Pulsuhren, um die Herzfrequenz zu kontrollieren. „Je höher die Belastung, desto wichtiger ist eine Kontrolle des Trainingspulses“, sagt Ursula Hildebrandt, Ärztin am Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Sporthochschule in Köln.

„Übergewichtige Menschen, die Ausdauersport betreiben, um abzunehmen, laufen oft viel zu schnell“, erklärt die Ärztin. Damit sei der positive Effekt weg, den Ausdauersport beim Abnehmen hat. Denn die Fettverbrennung ist bei etwa 60 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz am höchsten. Wer zu schnell rennt, verbrennt im Zweifel statt der gewünschten Fettkalorien dann Kohlenhydrate aus den Muskeln. Eine Pulsuhr hilft, die Herzfrequenz zu kontrollieren und einen optimalen Trainingseffekt zu erzielen.

Faustregel für den Puls

„Aber wer abnehmen will, mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat oder ein konkretes sportliches Ziel vor Augen hat, kann von einer Pulsuhr profitieren“, sagt sie. Dann sollte man vor dem Trainingsbeginn einen Arzt aufsuchen und einen individuellen Trainingsplan erstellen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Als Faustregel für den optimalen Puls gilt laut Hildebrandt: Von 220 das Lebensalter abziehen und davon dann 65 bis 70 Prozent berechnen. Ein 40-Jähriger würde nach dieser Rechnung beispielsweise auf einen optimalen Puls von zirka 125 kommen.

„Der gesunde Freizeitsportler, der ohne ein konkretes Trainingsziel läuft, braucht eigentlich keine Pulsuhr“, sagt Hildebrandt. Diese Sportler können sich auch an folgende Regel halten: „Laufen, ohne zu schnaufen.“ Wer sich beim Laufen entspannt unterhalten kann, trainiert im richtigen Bereich. Ein gesunder Sportler sollte sich auf das subjektive Belastungsempfinden verlassen – ohne den ständigen Blick auf eine Pulsuhr, rät die Sportmedizinerin.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.11.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: dapd
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