Nicht zu oft messen

Patienten mit Bluthochdruck sollten nicht zu oft zum Messgerät greifen. Denn häufige Kontrollen können den Blutdruck erhöhen.

Frau misst ihren Blutdruck mit einem Blutdruckmessgerät am Handgelenk © iStock
(Kirchheim unter Teck – 09.11.2011) Ein zu hoher Blutdruck ist eine Gefahr für Herz und Gefäße. Man bezeichnet ihn auch als „stillen Killer“, weil er zunächst keine Beschwerden verursacht. Die Gefäße sind bei Bluthochdruck aber einer dauerhaften Belastung ausgesetzt und werden schließlich geschädigt. Folgen können Herzinfarkt und Schlaganfall sein. Für Patienten mit Bluthochdruck ist es wichtig, die Werte regelmäßig zu überprüfen.

Manch ein Betroffener neigt jedoch dazu, den Blutdruck zu oft zu messen. Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V. warnt davor: „Die Erwartungshaltung kann die Werte zusätzlich erhöhen.“ Ein übertrieben häufiges Messen kann sich dann negativ auf den Blutdruck auswirken.

Ruhe bewahren

Patienten mit Bluthochdruck sollten versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren, die Ernährung um zu stellen, sich regelmäßig zu bewegen und Risikofaktoren wie Rauchen zu vermeiden. Zur Therapie gehört in vielen Fällen jedoch auch die Einnahme von Medikamenten. „Allerdings dauert es bis zu vier Wochen, bis die volle Wirkung der Medikamente greift“, betont Norbert Smetak.

Viele Betroffene seien durch diese Dauer verunsichert und kontrollierten den Blutdruck noch häufiger. „Durch die Anspannung und die Dauermessungen wird der Blutdruck aber eher noch weiter in die Höhe getrieben“, warnt der Kardiologe und rät zu maximal ein bis zwei Messungen pro Tag.

Betroffene sollten sich jedoch immer mit ihrem Arzt beraten, wann und wie häufig der Blutdruck gemessen werden muss.
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