Nebenwirkung ernst nehmen

Um hohen Blutdruck zu senken, sind Betablocker bewährte Mittel. Bei Nebenwirkungen sollte der behandelnde Arzt umgehend informiert werden.

Tabletten, treten bei der Einnahme von Betablockern sollte sofort der behandelnde Arzt konsultiert werden. © Shutterstock
(Herne – 18.08.2011) Für die meisten Patienten sind Betablocker auch bei längerer Einnahme gut verträglich. Die Medikamente werden bei Bluthochdruck und koronaren Herzkrankheiten eingesetzt, um Ruhepulsfrequenz und Blutdruck zu senken. Aber gerade zu Beginn einer Therapie können Begleit- oder Nebenwirkungen auftreten. „Es ist deshalb sehr wichtig über Auffälligkeiten zeitnah mit dem behandelnden Arzt zu sprechen. Dieser muss dann entscheiden, ob die Behandlung und Medikation geändert werden sollte“, erklärt Josef Nüse, stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen e.V.

Typische Nebenwirkungen

Betablocker hemmen die Wirkung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin, die beide das Herz-Kreislaufsystem anregen. Ist die Dosis der Medikamente zu hoch, können durch die plötzliche Senkung von Puls und Blutdruck Schwindelbeschwerden entstehen, sagt Kardiologe Nüse. „Weitere mögliche Nebenwirkungen sind erhöhte Müdigkeit am Tag und Alpträume in der Nacht.“ Mitunter leiden Patienten auch unter einer Abnahme der allgemeinen Leistungsfähigkeit.

Da Betablocker auch zu einer Verengung der Gefäße führen können, kann es gelegentlich zu kalten Füßen und Händen kommen. Diese Nebenwirkung betrifft überwiegend junge Frauen und ist in der Regel harmlos. Bei Männern kann es durch diese Gefäßreaktion jedoch zu Potenzstörungen kommen. Wer zu einer Verengung der Bronchien neigt, und beispielsweise unter chronischer Bronchitis leidet, sollte dies seinem Kardiologen bereits vor Beginn der medikamentösen Therapie sagen. „Die bronchiale Verengung kann durch Betablocker begünstigt werden, weswegen man auf eine andere Behandlung ausweichen sollte“, erklärt Josef Nüse.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.08.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: dapd
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