Richtig Blutdruck messen

Viele Menschen müssen ihren Blutdruck regelmäßig zu Hause messen. Dabei lauern jedoch Fehlerquellen, die die Messwerte verfälschen können.

(München – 08.08.2011) Wer seinen Blutdruck zu Hause kontrollieren muss, sollte sich die Messung von einem Arzt oder Apotheker erklären lassen. „Wenn ein Gerät automatisch den Blutdruck misst, heißt das noch lange nicht, dass die gemessenen Werte auch korrekt sind. Die meisten Fehler lassen sich leicht vermeiden, wenn man weiß, worauf es ankommt“, erklärt Mathias Arnold, Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbands (DAV).

Grundregeln für die Blutdruckmessung

Häufige Fehler bei der Blutdruckmessung sind, dass sich die Manschette des Messgeräts nicht in Höhe des Herzens befindet oder vor der Messung keine ausreichend lange Ruhepause eingehalten wurde. Eine Stunde vor der Messung sollte zudem nicht geraucht und kein Kaffee, Tee oder Alkohol getrunken werden.

Gemessen wird grundsätzlich im Sitzen. Während der Messung sollte nicht gesprochen und der Arm ruhig gehalten werden. Der Blutdruck kann im Laufe des Tages stark schwanken, deshalb hat der einzelne Messwert nur eine begrenzte Aussagekraft. Patienten sollten mit einem Arzt oder Apotheker beraten, wie oft und zu welchen Uhrzeiten tägliche Messungen sinnvoll sind.

Richtwerte

Der Blutdruck liegt idealerweise bei 120 zu 90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Bei Messwerten über 140 zu 90 sollte in absehbarer Zeit ein Arzt aufgesucht werden. Bei Menschen mit Diabetes, einer Nieren- oder Herzerkrankung liegt diese Grenze bei 130 zu 85. Umgehend zum Arzt gehen sollten Menschen mit Blutdruckwerten über 160 zu 100.

Die genannten Zahlen sind Richtwerte. Es hängt von der individuellen Krankengeschichte ab, welche Werte nicht überschritten werden dürfen. Auch diese sollten im Gespräch mit dem behandelnden Arzt definiert werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.08.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: ots
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