Cellulite: was wirklich hilft

Mittel, die gegen Cellulite helfen sollen, gibt es in Hülle und Fülle. Ob sie wirklich nötig sind, ist umstritten. Wer die Risikofaktoren für die lästige Orangenhaut kennt, kann auch ohne teure Produkte etwas dagegen unternehmen.

Was hilft bei Cellulite? © Shutterstock
(München – 16.06.2011) Kompressionsbandagen, mit Chemikalien getränkte Strumpfhosen oder Rollgeräte: Die Liste der Produkte gegen Cellulite an Schenkeln und Po ist schier endlos. 90 bis 100 Millionen Euro jährlich geben deutsche Frauen laut der „Münchner Medizinischen Wochenschrift“ dafür aus. Doch nur wenige Mittel helfen langfristig. Cellulite betrifft nach Schätzung von Experten 80 Prozent aller Frauen über 30 Jahren.

Cellulite ist ein typisch weibliches Problem, weil Frauen einen anderen Hautaufbau aufweisen als Männer. Bei Frauen sind die Stränge des Bindegewebes in der Haut feiner, aber grobmaschiger geknüpft als bei Männern. Das ermöglicht die Dehnung des Gewebes, die bei einer Schwangerschaft erforderlich ist. Durch diese groben Maschen des Bindegewebes können sich bei Frauen die Fettzellen nach außen wölben und die ungeliebten, kleinen Kuppen bilden. Verstärkt wird dieser Prozess durch die Fähigkeit weiblicher Fettzellen, sich bis zum Zehnfachen ihres Volumens aufzublähen. Häufig wird auch Wasser in die betroffenen Hautpartien eingelagert.

Die wichtigsten Risikofaktoren

Übergewicht und falsche Ernährung gehören zu den Hauptursachen der Cellulite im Bereich der Hüften und Schenkel. Bewegungsmangel, Stress, Rauchen und die Antibabypille verschärfen das Problem zusätzlich. Hinzu kommt, dass Cellulite bis zu einem gewissen Grad vererbt wird.

Rollgeräte, Cremes und Massagen haben im Kampf gegen Cellulite bestenfalls unterstützende Wirkung. Einfache Massagen der betroffenen Hautpartien mit einem Massagehandschuh leisten den gleichen Dienst wie teure Roller oder Salben: Alle diese Mittel und Maßnahmen fördern die Durchblutung, die Sauerstoffaufnahme und den Abtransport von Stoffwechselprodukten, die ins Bindegewebe eingelagert wurden. Wer Cellulite wirksam begegnen will, muss die eigentlichen Hauptursachen Übergewicht und Bewegungsmangel konsequent bekämpfen.

Das strafft die Haut

Sport ist die wichtigste Therapie bei Cellulite. Bewegung steigert die Durchblutung und hilft dabei, das Fett abzubauen. Auch Krafttraining ist ein guter Fettkiller. Durch Sport wird die Muskulatur in den Problemzonen gekräftigt, die Haut gestrafft, die Sauerstoffversorgung verbessert.

Wer die Orangenhaut loswerden will, sollte sich nicht zu üppig ernähren und die Fettzufuhr beschränken. Pflanzliche Nahrungsmittel sollten bevorzugt und zu viele zuckerhaltige Speisen vermieden werden. Denn zu viel Zucker bewirkt eine erhöhte Insulinausschüttung, die wiederum den Fettaufbau verstärkt und die Fettverbrennung mindert.

Ein sparsamer Umgang mit Salz ist eben hilfreich. Denn Salz begünstigt die Wassereinlagerung im Gewebe. Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Kalium, Zink, Kupfer und Selen fördern die Entwässerung. Reich an Kalium sind zum Beispiel Kartoffeln, Spinat, Bananen und Forelle. Genügend zu trinken ist dabei wichtig. Die Flüssigkeit hilft überflüssige Stoffwechselprodukte auszuschwemmen und strafft die Haut.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.06.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: www.obx-medizindirekt.de
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