Schminken ohne Folgen

Wer ein richtiger Narr sein will, der braucht natürlich auch ein bunt geschminktes Gesicht. Worauf Sie bei Karnevalsschminke achten sollten.

Clownkostüm © Thinkstock
(Düsseldorf – 10.02.2015) Ab Donnerstag werden die Gesichter wieder bunt. Denn: Komplett ist die Maskerade im Karneval für viele Feierwütige erst mit einem phantasievoll geschminkten Gesicht. Doch Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe in den Schminkutensilien mag empfindliche Haut – vor allem rund um  Augen, Nase und Stirn – überhaupt nicht gern. „Auch wenn nur an den tollen Tagen zu Stiften, Pasten, Puder und Tusche gegriffen wird: Karnevalsschminke kann vor allem empfindliche Kinderhaut reizen. Jucken, Pickel und Pusteln trüben dann gewaltig den Spaß“, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wenn Sie ohne gerötete Haut feiern möchten, sollten Sie einige Schminktipps beachten:

Tipp 1: Natürlichkeit zählt

Wer es auf der eigenen Haut natürlich mag, sollte gezielt nach zertifizierter dekorativer Kosmetik im Handel suchen. Zu erkennen ist das meist noch kleine Sortiment zum Beispiel am BDIH- oder dem Nature-Siegel, das ein Frauengesicht im Profil zeigt. In der so gekennzeichneten Schminke sind keine Paraffine, Silikone, Polyethylenglykolen (PEG) oder viele andere synthetische Inhaltsstoffe enthalten. Menschen mit Allergien sollten auch bei Naturkosmetik vorsichtshalber auf Produkte mit Duftstoffen verzichten.

Tipp 2: Aquafarben bevorzugen

Benutzen Sie zum Schminken am besten sogenannte Aquafarben. Diese wasserlöslichen Farben dichten im Gegensatz zu Farben auf Fettbasis die Poren nicht ab und bieten Pickeln und Mitessern deshalb weniger Chancen, sich auszubreiten. Aquafarben werden in vielen Farbtönen entweder einzeln oder als kompletter Malkasten angeboten. Die hautfreundliche Farbe lässt sich mit Pinsel oder Schwamm aufgetragen.

Tipp 3: Inhaltsstoffe überprüfen

Für Allergiker ist die Lektüre der Inhaltsstoffe besonders wichtig. Diese sind auf der Verpackung eines Produkts unter der Bezeichnung „Ingredients“ einzeln aufgelistet. Auch bei kleinen Töpfen, Tiegeln und Tuben sind die Händler verpflichtet, die Information über die Inhaltsstoffe am Verkaufsregal bereitzustellen. Wer diese Information nicht findet, sollte im Geschäft nachfragen.

Tipp 4: Erst testen, dann bemalen

Auch wenn sie die Inhaltsstoffe vorher überprüft haben, sollten Allergiker und Menschen mit trockener und empfindlicher Haut die Schminke einige Tage vorher einem Verträglichkeitstest unterziehen anstatt sie sofort dick auf die Haut aufzutragen. Für den Test tragen Sie die Farbe am besten in der Ellbogenbeuge auf. Entstehen an der Stelle Rötungen oder Juckreiz, sollten Sie das Produkt lieber nicht benutzen. Verletzte oder entzündete Haut sollte am besten ungeschminkt bleiben. Zudem ist empfehlenswert, vor dem Schminken eine Creme auf die Haut aufzutragen, von der Sie wissen, dass Sie sie vertragen.

Tipp 5: Auf die Haltbarkeit achten

Um zu wissen, ob Sie angebrochene Farben aus dem vergangenen Jahr ohne Bedenken benutzen können, hilft ein Blick auf Verpackung: Auf allen Kosmetikartikel steht entweder ein Mindesthaltbarkeitsdatum oder es ist das Symbol eines geöffneten Tiegels abgebildet – es enthält die Zahl der Haltbarkeitsmonate nach Anbruch. Kleiner Tipp: Schreiben Sie bei der ersten Verwendung das Datum auf die Packung. Dann wissen Sie immer, wie lange sie schon geöffnet ist. Riecht ein Produkt ranzig oder muffig, werfen Sie es besser weg und besorgen sich neue Schminke.

Tipp 6: Immer gut abschminken

Auch wenn es spät geworden ist: Abschminken muss sein – sonst rächt sich die Haut. Strapazieren Sie sie durch zu festes Rubbeln aber nicht zusätzlich. Aquafarben lassen sich leicht mit Wasser und milder Seife abwaschen. Schminke auf Fettbasis können Sie mit ganz normalem Speiseöl oder einer fetthaltigen Creme entfernen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 10.02.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Buntes Treiben ohne Folgen fürs Gesicht