Stress setzt der Haut zu

Menschen mit Weißfleckenkrankheit sollten Hektik, aber auch Sonnenlicht meiden. Diese Faktoren verschlimmern die rätselhafte Erkrankung.

Frau betrachtet sich im Spiegel © Thinkstock
(Landau 21.3.2012) Wer an der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) erkrankt, leidet oft sehr unter seiner fleckigen Haut. Zwar ist die Krankheit weder gefährlich, noch schmerzhaft oder ansteckend, aber trotzdem keine „kosmetische Bagatelle“, sagt Professor Klaus Fritz, Leiter der Hautärzte- und Laserzentren Landau und Kandel. „Vielmehr handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, die psychisch stark belasten und die Lebensqualität erheblich einschränken kann.“ Viele Betroffene fühlen sich durch ihre fleckige Haut entstellt und stigmatisiert, sozialer Rückzug und sogar Depressionen können die Folge sein. Wichtig sei, die Auslöser der Krankheit möglichst zu vermeiden, so der Experte. Dazu zählen vor allem Stress und Sonnenlicht.

Bei Weißfleckenkrankheit irrt sich das Immunsystem

Die Ursachen der Vitiligo sind noch nicht vollständig geklärt. Die Veranlagung ist genetisch bedingt, tritt in manchen Familien gehäuft auf und die Forschung geht heute davon aus, dass Autoimmunprozesse eine wichtige Rolle spielen, erklärt Prof. Fritz. Das körpereigene Immunsystem bildet Abwehrstoffe, mit denen es pigmentbildende Hautzellen bekämpft. Diese sogenannten Melanozyten stellen in den betroffenen Hautarealen die Produktion des Hautfarbstoffs Melanin ein und sterben ab, dadurch entstehen die für die Vitiligo charakteristischen entfärbten hellen Flecken.

Sie können mit bestimmten Schminktechniken, Camouflage genannt, kaschiert werden. Auch Selbstbräuner helfen manchmal, das kosmetische Erscheinungsbild zu verbessern. Weltweit leiden rund zwei Prozent der Bevölkerung unter der rätselhaften Hautkrankheit, die sehr langsam, aber auch äußerst rasch voranschreiten kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.03.2012
  • Autor/in: vitanet.de-mp
  • Quellen: dapd
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