Auswirkungen der Zeitumstellung: Müde Mütter, kiebige Kinder

Eine Stunde länger schlafen – ab kommendem Sonntag ticken die Uhren wieder nach Winterzeit. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie sich die Zeitumstellung auf Erwachsene und Kinder auswirkt.

Uhr_Herbst_Zeitumstellung © iStock
(Hannover – 25.10.2019) 80 Prozent der Frauen sehen die geplante Abschaffung der Zeitumstellung positiv. Das ergibt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt. Weitere Umfrageergebnisse.

Wie sich die Zeitumstellung auf die Gesundheit auswirkt

Laut der Umfrage bereitet die Zeitumstellung vor allem Frauen Probleme. Demnach können rund zwei Drittel von ihnen nach dem Dreh an der Uhr entweder abends schlechter einschlafen, nachts schlechter durchschlafen oder sie haben Probleme morgens aufzustehen. Bei den Männern spüren nur 42 Prozent einen oder mehrere dieser Effekte. Jede vierte Frau gibt zudem an, aufgrund der Zeitumstellung tagsüber gereizt oder müde zu sein. Von den befragten Männern hat nur jeder sechste diese Probleme. Die große Mehrheit der Frauen sieht dementsprechend einen Vorteil darin, wenn der staatlich verordnete Dreh an der Uhr voraussichtlich 2021 abgeschafft wird. 80 Prozent erwarten dann einen positiven Effekt für die Gesundheit. Nur jede sechste Frau glaubt hingegen, dass sich nach dem Aus für die Zeitumstellung nichts ändern wird.

Wie die Zeitumstellung den Körper beeinflusst

Im Herbst ist die Zeitumstellung für die innere Uhr etwas verträglicher als im Frühjahr. Es ist einfacher, später ins Bett zu gehen und später aufzustehen als sich wie im Frühjahr vor der gewohnten Zeit hinzulegen und früher wach zu werden. Dennoch erfährt der Organismus durch die Zeitumstellung jedes Mal eine Art Mini-Jetlag, der die hochpräzise innere Uhr durcheinanderbringt – egal ob auf Sommer- oder Winterzeit umgestellt wird. Es kann einige Zeit dauern, bis sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnt hat. Folgen der Zeitumstellung im Herbst können also trotz geschenkter Stunde unter anderem Müdigkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen sein.

Neben Frauen sind laut Umfrage vor allem Kinder betroffen. Und auch da sind es allen voran die Mütter, die die Auswirkungen der Zeitumstellung an ihrem Kind beobachten. So sagen 57 Prozent der Frauen, dass ihr Kind abends Probleme hat einzuschlafen. Hingegen stellen dies nur 20 Prozent der Männer fest. Jede dritte Mutter gibt darüber hinaus an, dass ihr Kind nach dem Dreh an der Uhr tagsüber gereizt oder müde ist. Unter den Vätern hat dies nur jeder Achte beobachtet. Von Durchschlafproblemen ihres Nachwuchses berichten 16 Prozent der Mütter gegenüber nur vier Prozent der Väter.

Wie gewöhnt man sich am besten an den neuen Rhythmus?

Wenn es allerdings darum geht, wie man sich am besten an den neuen Rhythmus gewöhnt, sind sich Frauen und Männer nahezu einig. Rund jede dritte Frau und jeder dritte Mann lassen es langsam angehen und probieren, ihre Schlafens- und Essenszeiten nach und nach anzupassen. Ebenfalls ein Drittel beider Geschlechter versucht, die Umstellung mit mehr Bewegung und frischer Luft auszugleichen, um abends besser einschlafen zu können. Darüber hinaus stärkt Bewegung im Freien das Immunsystem. Gerade in der kalten Jahreszeit ist das sehr wichtig, um etwa auch Grippe und Erkältungen vorzubeugen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.10.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Quelle Pressemitteilung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse vom 21. Oktober 2019: Müde Mütter, kiebige Kinder. Umfrage: 80 Prozent der Frauen sehen geplante Abschaffung der Zeitumstellung positiv
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