Tipps fürs richtige Händewaschen

Zum Welthändewaschtag: Wenn Sie Ihre Hände regelmäßig und richtig waschen, senken Sie Ihr Risiko sich an Infektionskrankheiten anzustecken. Wie es richtig geht. Und Antworten auf die Frage, ob Desinfektionsmittel das Händewaschen ersetzen können.

Kind wäscht Hände © iStock

Warum Händewaschen so wichtig ist

(Köln und Hannover – 14.10.2019) Besonders in Herbst und Winter erkranken viele Menschen an Infektionen der Atemwege. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen kann wirksam vor Grippe und Erkältungen schützen. Der Grund: Viele Infektionskrankheiten werden über die Hände übertragen.

Beim Händeschütteln oder über gemeinsam genutzte Gegenstände, wie Türklinken, werden die Krankheitserreger leicht von Hand zu Hand weitergereicht. Berühren Sie anschließend mit den ungewaschenen Hände Ihr Gesicht, können die Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen und zu einer Infektion führen. „Die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen kann den Übertragungsweg leicht unterbrechen und das Infektionsrisiko deutlich verringern. Für wirksames Händewaschen ist es wichtig, die empfohlene Dauer von 20 bis 30 Sekunden beim Einseifen einzuhalten. Im Alltag nehmen sich die Menschen jedoch oft nicht genug Zeit. In unserer Repräsentativbefragung zum Thema Hygiene gab knapp die Hälfte der Befragten an, dass sie für das Waschen der Hände sogar weniger als 20 Sekunden Zeit verwenden.", sagt Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Tipps: Darauf sollten Sie beim Händewaschen achten

Damit der Schutz vor Infektionskrankheiten am Waschbecken gelingt, sollten Sie folgende Tipps beachten:
  • Als erstes sollten Sie die Hände unter fließendem Wasser nass machen. Wählen Sie die Temperatur so, dass sie angenehm ist.
  • Wichtig ist, dass Sie die Hände auch zwischen den Fingern und an den Kuppen waschen. Eine gründliche Reinigung der Hände mit Seife dauert 20 bis 30 Sekunden.
  • Im Anschluss die Hände unter fließendem Wasser abwaschen.
  • Keime, die danach eventuell noch an den Händen haften, lassen sich durch gründliches Abtrocknen mit einem sauberen Tuch entfernen
  • Danach sollten Sie, gerade in der kalten Jahreszeit, die Hände gut pflegen und eincremen. Der Grund: Das Waschen mit Wasser und Seife schädigt die Schutzbarriere der Haut und spült Fette heraus.

Ersetzt ein Desinfektionsspray das Händewaschen?

Für die Verwendung von Desinfektionsmitteln im privaten Umfeld gibt es keine offizielle Empfehlung. Im Normalfall reicht das Händewaschen aus. Für chronisch Kranke oder Menschen mit einem schwachen Immunsystem allerdings können Händedesinfektionsmittel in der Wintersaison sinnvoll sein.

Besser in die Armbeuge niesen und husten

Grippale Infekte werden vor allem per Tröpfcheninfektion übertragen. Sie sollten deshalb, um Ihre Mitmenschen zu schützen, in die Armbeuge niesen oder husten, anstatt die Hand vor den Mund zu halten – gerade, wenn danach kein Händewaschen möglich ist.

Forsa-Umfrage: Hygienemaßnahmen im Alltag

Laut einer Forsa-Umfrage verzichten nach wie vor jeder dritte Mann und jede vierte Frau nach dem Nach-Hause-Kommen auf den Gang zum Waschbecken. Rund ein Drittel der etwa 1.000 Befragten wäscht sich darüber hinaus nicht vor jeder Mahlzeit die Hände. Stattdessen greifen offenbar immer mehr Menschen zu Desinfektionsmitteln. Der aktuellen Umfrage zufolge trägt mittlerweile jeder Vierte immer ein Desinfektionsspray und jeder Fünfte stets Desinfektionstücher mit sich. Bei einer ähnlichen Befragung 2015 war es noch jeder Siebte beziehungsweise jeder Achte.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.10.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 10.10.2019: BZgA-Tipps für gründliches Händewaschen
  • Pressemitteilung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse vom 10.10.2019: Ersetzt Desinfektionsspray das Händewaschen? KKH-Umfrage: Gang zum Waschbecken wird häufiger mal vernachlässigt
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