Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen

Wespenstiche verursachen immer häufiger körperliche Beschwerden und allergische Reaktionen – das ergibt eine aktuelle Umfrage. Tipps, wie Sie den schmerzhaften Stichen wirksam vorbeugen.

Wespe auf Wassermelone © iStock
(Hannover – 26.07.2019) Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse 1006 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren zum Thema Wespenstiche repräsentativ befragt. Die Ergebnisse:

Wie oft Wespen gestochen haben

In den vergangenen beiden Sommern wurde knapp jeder Fünfte von rund 1.000 Befragten mindestens einmal von einer Wespe gestochen. Nur 13 Prozent der Betroffenen sagten, dass sie in den vergangenen zwei Jahren häufiger unter Wespenstichen gelitten haben, als in den Sommern zuvor.

Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen

Deutlich zugenommen haben dagegen die körperlichen Beschwerden nach einem Wespenstich: So berichten knapp 30 Prozent der Betroffenen, dass es in den vergangenen zwei Jahren nach Wespenstichen häufiger zu stärkeren Entzündungen oder anderen Reaktionen gekommen ist, als in den Jahren zuvor. „Und das kann gefährlich werden, denn viele wissen oft gar nicht, dass sie allergisch gegen Wespengift sind", erläutert KKH-Apotheker Sven Seißelberg. Symptome sind im schlimmsten Fall Herzrasen, Schweißausbrüche und Bewusstseinsverlust – es kommt zu einem sogenannten anaphylaktischen Schock. Dann muss der Patient sofort notärztlich behandelt werden, denn im schlimmsten Fall kommt es zu einem Atem- und Herz-Kreislauf-Stillstand. „Wer als Allergiker von seinem Arzt ein Notfallset erhalten hat, sollte dies auch zwingend immer mit sich führen", sagt Seißelberg. Aber auch Nichtallergiker sollten vorsichtig sein. Das Wespengift führt bei jedem Menschen zu einer Schwellung, die unter Umständen bis zu zehn Zentimeter groß werden kann. Geht der Stich in Hals oder Mund, kann der Betroffene sogar ersticken.

Tipps, wie Sie Wespenstiche vermeiden können

  • Bleiben Sie ruhig. Von hektischen, panischen Bewegungen fühlen sich Wespen bedroht und stechen schneller zu.
  • Parfüm, Duftstoffe sowie bunte oder geblümte Kleidung vermeiden, denn dies zieht Wespen an.
  • Bei Grillfesten und Kaffeetafeln im Freien rechtzeitig eine Schale mit etwas Marmelade und Wurst in ausreichender Entfernung platzieren. Das hält Wespen meist davon ab, die Tischgäste zu besuchen.
  • Nach dem Essen Speisereste von Fingern und Mund abwaschen, insbesondere bei Kindern.
  • Die Insekten nicht wegpusten: Das in der Atemluft enthaltene Kohlendioxid macht sie aggressiver.
  • Wespen am besten mit Wassernebel aus einer Sprühflasche ansprühen. Die Aktion soll Regen vortäuschen und die Wespen zurück in ihr Nest treiben. Gibt man eine Stunde zuvor ein paar Gewürznelken in das Sprühwasser, führt das meist noch mehr zum Erfolg, denn Wespen mögen Nelken nicht.
  • Wer ein Wespennest im Garten oder auf dem Dachboden entdeckt, sollte es in jedem Fall von Fachleuten umsetzen lassen. Ohne viel Erfahrung und professionelle Schutzausrüstung kann eine solche Aktion lebensgefährlich sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.07.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse vom 27. Juni 2019: Mehr allergische Reaktionen nach Wespenstichen
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