Die Wahl der richtigen Linse

Hart oder weich? Einmallinsen oder nicht? Mittlerweile gibt es jede Menge unterschiedlicher Kontaktlinsen. Welche die richtigen sind, richtet sich nach den Ansprüchen des Trägers.

Frau hält Kontaktlinse © iStock
(Berlin – 26.09.2018) Rund 3,3 Millionen Deutsche tragen Kontaktlinsen. Welche die richtigen sind, darüber entscheiden Augen, Lebensgewohnheiten und Sehansprüche der Träger. Wichtig ist, dass die Linsen vom Fachmann angepasst und regelmäßig überprüft werden.

Hochsauerstoffdurchlässige Linsen für Vielträger

Menschen, die ihre Linsen täglich viele Stunden tragen, werden hochsauerstoffdurchlässige Linsen empfohlen. Dazu gehören formstabile – „harte“ – Linsen, die sich mit jedem Lidschlag auf dem Auge bewegen. So wird der Tränenfilm unter der Kontaktlinse ständig ausgetauscht und das Auge mit Sauerstoff versorgt. Für Menschen, die sich nicht an das anfängliche Fremdkörpergefühl gewöhnen möchten, sind hochsauerstoffdurchlässige weiche Silikon-Hydrogel-Linsen eine Alternative.

Weiche Linsen: hoher Tragekomfort

Weiche Linsen sind größer als die Hornhaut, bewegen sich weniger und fühlen sich deshalb spontan komfortabler an. Die Augen gewöhnen sich schnell an die weichen Linsen, die meist aus Silikon-Hydrogel bestehen. Es gibt sie als Individual- und Austauschlinsen.

Einmallinsen: Mehr Flexibilität aber nicht für jeden geeignet

Viele Menschen genießen die Flexibilität von weichen Einmallinsen: Sie tragen sie täglich oder auch zeitweise beim Ausgehen, zum Sport oder in Kombination mit einer Sonnenbrille. Reinigung und Pflege entfallen hier, da sie nach dem Tragen einfach entsorgt werden. Allerdings sind diese standardisierten Sehhilfen nicht für jeden und nicht für ausgefallene Fehlsichtigkeiten geeignet.

Speziallinsen für besondere Sehkorrekturen

Daneben gibt es Linsen, die auf die veränderten Lebensverhältnisse wie das digitale Sehen oder die zunehmend älter werdende Bevölkerung abgestimmt sind. Multifokale Kontaktlinsen beispielsweise können Alterssichtigen eine Gleitsichtbrille ersetzen. Menschen mit Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) können torische Linsen nutzen. „Sogar das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit kann mittlerweile mit Kontaktlinsen verlangsamt werden", sagt Prof. Dr. Christian Kempgens vom Studiengang Augenoptik/Optometrie der Beuth Hochschule Berlin.

Kontaktlinsen einmal im Jahr prüfen lassen

Fast jeder Fehlsichtige kann von Kontaktlinsen profitieren. Wichtig ist, dass sie von spezialisierten Optometristen, Augenoptikern oder Augenärzten angepasst werden und ihr Sitz mindestens einmal jährlich überprüft wird.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.09.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteulung des Kuratorium Gutes Sehen e.V. vom 11. September 2018: Lebensgewohnheiten entscheidend für Kontaktlinsenwahl
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