Die richtige Sonnenbrille: Darauf sollten Sie achten!

UV-Strahlen schädigen das Auge – das wissen 14 Prozent der Deutschen nicht. Eine gute Sonnenbrille bietet ausreichenden Blendschutz und hält die UV-Strahlen fern. Diese Brillen-Eigenschaften sind entscheidend.

Vater und Tochter am Strand. © iStock
(Berlin – 20.06.2018) 14 Prozent der Bevölkerung weiß nicht, dass UV-Strahlen das Auge schädigen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Kuratorium Gutes Sehen e.V.. Entsprechend wenige schützen sich: 14,5 Millionen Deutsche tragen laut einer Allensbach-Studie nie eine Sonnenbrille.

Von Gewebsschäden bis Grauer Star

„Die energiereiche UV-Strahlung kann zu Gewebeschäden an Bindehaut und Hornhaut führen und auf lange Sicht sogar einen grauen Star (Katarakt) hervorrufen“, sagt Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen e.V.. Eine gute Sonnenbrille bietet ausreichenden Blendschutz und filtert die UV-Strahlen.

Die perfekte Sonnenschutzbrille

Große Gläser: Für einen umfassenden UV-Schutz sollte die Sonnenbrille mindestens bis zu den Brauen reichen und die Augen durch große Gläser und breite Bügel auch vor seitlichem Lichteinfall schützen.  

Entspiegelte Gläser: Reflektierte UV-Strahlen können bis zu 50 Prozent der UV-Belastung ausmachen. Deshalb sind Sonnenbrillen mit außen und innen entspiegelten Gläsern sinnvoll.  

CE-Kennzeichen: Das CE-Kennzeichen – meist auf der Bügelinnenseite – zeigt, dass die Brille den EU-Sicherheitsnormen entspricht und ausreichenden UV-Schutz bietet. Unabhängig von der Tönung werden die UV-Strahlen im Brillenglas gefiltert. Die Brillengläser sollten am besten alle Wellenlängen unterhalb 400 Nanometer (nm) blockieren – mindestens aber unterhalb von 380 nm.

Vorsicht vor getönten Gläsern mit mangelhafter Filterwirkung

Durch getönte, verdunkelte Gläser weiten sich die Pupillen. Ohne Filter können die UV-Strahlen bis auf die Netzhaut gelangen. Deshalb solle man seine Brille besser nicht außerhalb der EU kaufen – beispielsweise am Strand oder bei fliegenden Händlern. Wer seine Brille im Fachhandel oder beim Optiker kauft ist meist gut beraten, außerdem können diese den UV-Schutz mit einem Messgerät überprüfen.

Am Wasser: dunkle Gläser

Getönte Gläser gibt es in den Schutzstufen 0 bis 4. Für den Urlaub am Wasser sind dunklere Gläser der Blendschutzkategorie 3 (82 bis 92 Prozent Lichtfilter) empfehlenswert. Für den Stadtbummel ist Kategorie 2 (57 bis 87 Prozent Lichtfilter) meist ausreichend. Praktisch sind hier hell getönte phototrope Gläser, deren Farbintensität sich der Lichtsituation anpasst.

Die Sonnenbrille fürs Autofahren

Fürs Autofahren eignen sich braune oder graue Gläser mit 65 bis 75 Prozent Tönung. Sie verfälschen die Farben von Ampeln oder Schildern wenig und lassen noch genug Licht durch, um sich im Verkehr zu orientieren. Polarisierende Gläser vermindern zusätzlich Reflektionen, wie sie auf nassen und flirrenden Straßen entstehen können.

Sonnenbrillen mit Sehstärke

Brillenträger können sich eine Sonnenbrille mit passenden Korrektionsgläsern oder eine Korrektionsbrille mit selbsttönenden Gläsern anfertigen lassen. Letztere ist auf Grund neuer Farbnuancen und moderner großer Korrektionsfassungen kaum noch von einer Sonnenbrille ohne Sehstärke zu unterscheiden.

Brillen-Check: So sitzt sie richtig!

Die Brille sollte nur an Ohren und Nase aufliegen und nirgendwo drücken. Fassung und Scharniere müssen bei Druck leicht nachgeben. Die Gläser dürfen keine Schlieren, Kratzer oder optische Verzerrungen aufweisen – sonst müssen das Auge und Gehirn permanent korrigieren. Das ist auf Dauer ermüdend und mindert die Sehleistung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.06.2018
  • Autor/in: vitanet.de; kw
  • Quellen: Pressemitteilung vom Kuratorium Gutes Sehen e.V. vom 23.05.2018: Sonnenbrillen: Entspannt durch den Sommer.
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