Erste Hilfe bei Nasenbluten

Plötzlich und unerwartet fließt ein hellrotes Rinnsal aus der Nase – Nasenbluten. Meist ist dann ein kleines Blutgefäß in der Nase ist geplatzt. Nasenbluten entsteht oft ohne, dass eine Erkrankung zugrunde liegt. Häufig sind trockene Schleimhäute die Ursache.

Frau schnäuzt sich. © iStock
(Duisburg – 04.05.2018) Nasenbluten entsteht meist, weil die Schleimhäute in der Nase zu trocken sind und dadurch reißen können. Darunter liegende Blutgefäße sind deshalb leicht verletzbar. Manchmal führt schon ein gewöhnlicher Schnupfen oder zu kräftiges Schnäuzen zu Nasenbluten. Allerdings sollten Erwachsene, die häufiger darunter leiden, die Ursachen durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt abklären lassen.

Tipps bei Nasenbluten

Wenn es aus der Nase blutet, hilft ein kalter Waschlappen im Nacken. Denn durch die Kälte ziehen sich verletzte Gefäße wieder zusammen – die Blutung lässt nach. Wenn Sie die entsprechende Nasenseite zuhalten, drücken Sie zusätzlich die Blutungsquelle ab. Bitte nicht den Kopf in den Nacken legen, sonst kann es zu Übelkeit kommen. Besser ist: Den Kopf gerade oder leicht gebeugt nach vorne halten, so kann das Blut gut ausfließen.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

„Wenn das Bluten ohne erkennbaren Grund immer wieder von neuem beginnt, länger als fünfzehn Minuten anhält oder das Blut nicht hellrot und schnell ausfließt, sollte ein Arzt aufgesucht werden“, rät Dr. Uso Walter, Duisburger HNO-Arzt und Vorstandsvorsitzender des HNOnet NRW. Üblicherweise helfen dann in die Nase eingeführte Tamponaden. Auch Verätzungen oder Verödungen mit Strom, Kälte oder Medikamenten können die Blutung stillen. Tritt das Nasenbluten öfter auf, sollte ein Mediziner die Ursache abklären und eine entsprechende Therapie einleiten.

Wenn Nasenbluten ohne erkennbare Ursache gehäuft auftritt, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn auch innere Erkrankungen, wie Bluthochdruck oder Blutgerinnungsstörungen können Nasenbluten verursachen.

Schleimhäute von Kindern und Senioren sind besonders empfindlich

Die Schleimhäute von Kindern und älteren Menschen sind besonders oft trocken. Daher tritt Nasenbluten in diesen Altersgruppen gehäuft auf. Bei trockener oder kalter Luft oder bei Schnupfen platzen die Blutgefäße der Schleimhäute besonders schnell. Dagegen helfen Nasensalben oder -öle aus der Apotheke, Luftbefeuchter und viel Trinken. Auch Allergien, Erkrankungen der Nase und Nasennebenhöhlen oder ein übermäßiger Gebrauch von Nasensprays begünstigen Nasenbluten. Daher ist eine fachärztliche Untersuchung beim HNO-Arzt in jedem Fall angeraten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.05.2018
  • Autor/in: Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung von HNOnet NRW eG. Nasenbluten: harmloser Fluss? Vor allem im Alter ärztliche Abklärung wichtig.
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