Hilfe bei trockenen Augen

Ihre Augen sind rot, brennen oder schmerzen? Was Sie selbst tun können, wenn Sie unter trockenen Augen leiden – und wann Sie zum Arzt gehen sollten.

Trockene Augen © iStock

Die Ursachen für trockene Augen

(Stuttgart – 09.04.2018) Trockene Augen zählen zu den häufigsten Augenleiden. Rund 20 Prozent der Augenarztpatienten sind deswegen in Behandlung. Die Ursachen sind Tränenmangel oder eine zu schnelle Verdunstung des Tränenfilms. „Der Tränenfilm mit einer ausreichenden Menge an Tränen ist wichtig für die Gesundheit der Augen“, erklärt Professor Dr. med. Frank G. Holz, Vorsitzender der Stiftung Auge und Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn. „Er benetzt die Augenoberfläche, hält diese glatt und geschmeidig und spült Fremdkörper weg. Zudem versorgt er die Hornhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen.“ Verändert sich die Zusammensetzung des Tränenfilms, kann die Augenoberfläche nicht mehr richtig versorgt werden. Die Folge: ein Gefühl wie Schleifpapier in den Augen.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

„Betroffene, die Symptome wie Jucken, Brennen oder Rötungen in den Augen wahrnehmen, sollten das unbedingt durch einen Augenarzt abklären lassen“, betont der Stiftungsvorsitzende. „Nur so können ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen werden.“ Denn auch rheumatische Erkrankungen, Diabetes mellitus oder chirurgische Eingriffe am Auge können trockene Augen hervorrufen. Ebenso wie die langfristige Einnahme bestimmter Medikamente, wie der Anti-Baby-Pille oder Schlaf- und Beruhigungsmittel. Gleiches gilt für Umweltbelastungen und klimatische Einflüsse wie trockene Umgebungsluft, Klimaanlagen oder Staub. Zusätzlich tritt bei trockenen Augen oft eine Lidrandentzündung auf. Dabei sind die Drüsen im Bereich der Lidränder verstopft, die den Fettanteil der Tränenflüssigkeit produzieren – die Augen trocknen dann noch schneller aus.

Die Behandlung bei trockenen Augen

Helfen können Tränenersatzmittel, da sie die Augenoberfläche benetzen. Je nach Schweregrad kommen unterschiedliche Präparate in Frage. „Arzt und Patient sollten gemeinsam entscheiden, welches Tränenersatzmittel geeignet ist, da die Wirksamkeit und Verträglichkeit sehr unterschiedlich empfunden wird“, rät Professor Dr. med. Christian Ohrloff, Mediensprecher der Stiftung Auge.

„Träger weicher Kontaktlinsen sollten nur Mittel ohne Konservierungsstoffe verwenden, da diese sich in der Kontaktlinse anreichern und dann die Hornhaut schädigen können“, so Ohrloff. Bei sehr ausgeprägten Beschwerden und einer unzureichenden Benetzung können die Tränenabflusskanälchen mit einem kleinen Eingriff verschlossen werden, um die verfügbare Tränenmenge zu erhöhen. Zusätzlich können kleine Maßnahmen im Alltag dazu beitragen, die Symptome zu lindern.

Fünf Tipps: Das können Sie selbst gegen trockene Augen tun

Tipp 1: Lassen Sie Ihre Augen von einem Arzt untersuchen.

Tipp 2: Lüften Sie mehrmals täglich und verwenden Sie Luftbefeuchter – vor allem im Winter.

Tipp 3: Im Auto: Vermeiden Sie hohe Temperaturen und richten Sie das Gebläse nie direkt auf die Augen.

Tipp 4: Trinken Sie mindestens zwei Liter Wasser am Tag.

Tipp 5: Blinzeln Sie! Das erneuert den Tränenfilm und entspannt die Augen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.04.2018
  • Autor/in: Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft: Trockene Augen: Bei roten, schmerzenden, brennenden Augen zum Augenarzt.
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