Skibrille als Augenschutz

Für Wintersportler beginnt jetzt die schönste Zeit des Jahres. Vor lauter Freude sollten Sie aber den Schutz Ihrer Augen nicht vergessen.

Skifahrer mit Skibrille © iStock
(Stuttgart – 04.12.2017) Für viele gibt es im Winter nichts Schöneres als einen Tag auf der Piste. Wer sich jedoch ohne die richtige Skibrille ins weiße Vergnügen stürzt, riskiert Verbrennungen an der Hornhaut des Auges. Denn alle 1.000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung um rund 20 Prozent zu und der Schnee reflektiert das einfallende UV-Licht um bis zu 85 Prozent stärker als andere Hintergründe. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät allen Wintersportlern deshalb zu einer gut sitzenden, rundum geschlossenen Skibrille mit UV-Filter.

Sonnenbrand auf der Hornhaut

„Genau wie die Haut am Körper, kann die Hornhaut des Auges einen Sonnenbrand bekommen, wenn sie intensivem UV-Licht ausgesetzt ist“, sagt Prof. Dr. Thomas Reinhard von der DOG. Das Licht lässt die Zellen auf der Hornhaut des Auges absterben. Sechs bis acht Stunden später kommt es zu stechenden Schmerzen und starkem Fremdkörpergefühl – die Augen schwellen an und tränen. „Betroffene reagieren dann sehr empfindlich auf Licht und können die Augen kaum offen halten“, beschreibt Reinhard die Symptome der sogenannten Schneeblindheit.

Salben und Gels beruhigen die Hornhaut

„Wintersportler mit schmerzenden Augen sollten nicht nur sofort aus der Sonne gehen, sondern sich am besten in dunklen Räumen aufhalten“, so der Experte. Der Augenarzt kann Salben oder Gels verschreiben, die die verbrannte Hornhaut wieder beruhigen. Da die Hornhaut sich ständig regeneriert, sind die Symptome nach zwei bis drei Tagen meist verschwunden.

Skibrille als Schutz vor Langzeitschäden

Wer seine Augen jedoch regelmäßig intensivem Sonnenlicht aussetzt, riskiert Langzeitschäden: „UV-Strahlung erhöht das Risiko für chronische Augenleiden wie grauen Star oder Makuladegeneration – eine Erkrankung, die blind machen kann“, sagt Reinhard. Um sich vor diesen Erkrankungen zu schützen, rät der Ophthalmologe zur Skibrille: „Normale Sonnenbrillen fangen nicht das seitlich einfallende Licht auf und schützen die Augen nicht vor Stürzen.“ Für Menschen mit Sehschwäche gibt es – neben Kontaktlinsen – auch entsprechende Skibrillen oder sogenannte „Clip-in-Brillen“, die an die Innenseite der Skibrille angebracht werden. Grundsätzlich sollte man sich beim Kauf einer Skibrille am besten im Fachhandel beraten lassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.12.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft: Schutz gegen die Wintersonne: Augenärzte geben Tipps für den Kauf der Skibrille
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