Schlecht geschlafen?

Schlafstörungen können verschiedenste Ursachen haben. Wer den Auslöser seiner Schlafprobleme kennt, kann selbst etwas dagegen tun.

Frau im Bett mit einer Hand auf dem Wecker © iStock
(Köln – 26.09.2017) Mal wieder schlecht geschlafen? Viele beantworten diese Frage mit „Ja“: Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts leidet etwa ein Drittel der Deutschen unter Ein- oder Durchschlafstörungen. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Stress, Ablenkung durch soziale Medien und Internet, der schnarchende Partner, Sorgen, aber auch unerkannte Erkrankungen. Häufen sich die schlechten Nächte, drohen gesundheitliche Folgen.

Was Schlafstörungen verursachen kann

Zu wenig oder schlecht schlafen ist ein Problem, mit dem viele Menschen kämpfen. Auf Dauer kann ein gestörter Schlaf die Gesundheit beeinträchtigen. „So haben Schlafforscher herausgefunden, dass Schlafstörungen zu zahlreichen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, einem geschwächten Immunsystem und Magenbeschwerden bis hin zu Persönlichkeitsstörungen und Suizidgedanken führen können“, erklärt Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Die möglichen Ursachen für Schlafstörungen werden immer mehr. So bietet beispielsweise das Internet unendliche Möglichkeiten zur Ablenkung. Das bestätigt auch eine Umfrage, nach der über 60 Prozent der unter 30-Jährigen im Bett noch das Handy, den Laptop oder das Tablet nutzen. „Das Bildschirmlicht ähnelt dem Tageslicht, daher versucht das Gehirn unter seinem Einfluss, den Körper aktiv zu halten. Einschlafstörungen sind vorprogrammiert“, so Reuter. Eine weitere Ursache für schlaflose Nächte ist Stress, der zum Beispiel durch zu viel Arbeit, Lärm oder Sorgen entstehen kann. Durch die Kombination aus Stress und wenig Schlaf geraten viele Betroffene in einen Teufelskreis. Denn die Angst, wieder eine Nacht nicht gut zu schlafen, verursacht erneut Stress.

Wer die Ursache seiner Schlafprobleme kennt, kann sich helfen

Zunächst sollten Betroffene überlegen, welche Ursachen hinter ihrer Schlaflosigkeit stecken. Gab es entscheidende Ereignisse, nach denen die Störung eingesetzt hat? Fühlen sich die Betroffenen von ihrem Alltag überlastet? Oder tritt die Schlaflosigkeit immer nach bestimmten Aktivitäten auf? „Natürlich lösen sich manche Auslöser wie Sorgen oder Lärm nicht plötzlich in Luft auf“, sagt der Experte. „Doch wer die Gründe für seine Schlafstörungen kennt, hat zumindest einen Ansatzpunkt.“ So können chronisch Überlastete ihre To-do-Liste entrümpeln. Das Handy kann nachts im Flur liegen statt auf dem Nachttisch. Und für Lärmgeplagte können Ohrstöpsel eine Lösung sein.

Oft helfen schon einfache Maßnahmen, damit die Nacht wieder erholsam wird: Zum Beispiel sollten Betroffene möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen. Und wer stark auf Kaffee reagiert, sollte ab dem Nachmittag auf Koffein verzichten. Der Experte empfiehlt zudem: „Das Schlafzimmer sollte so gestaltet sein, dass Sie sich hier gut entspannen können. Wenn direkt neben dem Bett der Schreibtisch mit der unerledigten Post steht, ist das eher kontraproduktiv.“

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Wer über mehrere Wochen hinweg unter Schlafstörungen leidet und sich tagsüber kaputt und müde fühlt, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn hinter einer Schlafstörung können körperliche, neurologische oder psychische Erkrankungen stecken. Im schlimmsten Fall kommt es dann zu einer Negativspirale: So kann etwa eine durch depressive Störungen verursachte Schlafstörung wiederum zu einer Depression führen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.09.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Krankenversicherung (DKV): Schlaflos durch die Nacht. Ursachen von Schlafstörungen und was dagegen hilft
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