Brille für Computerarbeit

Wenn am Arbeitsplatz die Augen brennen und der Nacken schmerzt, kann die falsche Brille der Grund sein. Helfen kann dann eine spezielle Bildschirmbrille.

Frau mit Brille sitzt am Computer © iStock
(Berlin – 19.07.2017) Wer lange am Bildschirm arbeitet, kennt diese Beschwerden bestimmt: müde, brennende oder trockene Augen. Dass an Kopfschmerzen oder Rückenbeschwerden ebenfalls der Blick auf den Bildschirm schuld sein kann, wissen allerdings nur wenige. Eine spezielle Brille für die Computerarbeit kann dann Abhilfe schaffen.

Lese- und Gleitsichtbrillen bei der Computerarbeit haben ihre Tücken

„Mit meiner Brille komme ich bestens klar!“ Stimmt – was den Alltag angeht. Eine Lesebrille ist optimal für scharfes Sehen in sehr nahen Distanzen, also wenn man zum Beispiel ein Buch oder eine Zeitung liest. Wer damit auf dem Bildschirm etwas scharf sehen möchte, geht mit dem Kopf dicht an ihn heran, strengt die Augen an und provoziert Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen. Die Gleitsichtbrille taugt für viele Sehentfernungen von der Nähe bis in die Ferne. Doch um Text und Bilder auf dem Monitor scharf wahrzunehmen, muss man durch den unteren Teil der Gleitsichtgläser blicken. Das Kinn wird angehoben, der Kopf in den Nacken gelegt – die Muskulatur steht unter unnatürlicher Spannung. Es schmerzt und nervt.

Bildschirmbrille für entspanntes Sehen bei der Arbeit

Spezielle Computerbrillen sollen diese Probleme lösen. Doch welche Vorteile bieten sie? Ihre Sehkompetenz liegt vor allem in den mittleren und kurzen Entfernungen. Das ist der Sehabstand zum Monitor, der je nach Bildschirmgröße zwischen 50 und 100 Zentimetern beträgt. Diesem Bereich gehört die größte Fläche im Brillenglas. Darunter gibt es den Nahbereich, durch den sich die Tastatur und Manuskripte unangestrengt überschauen lassen. Der Teil in den Gläsern, der für das Sehen über einen Meter hinaus geeignet ist, fällt aber relativ klein aus. Er genügt, um Uhr und Terminkalender an der Wand gut im Blick zu haben, ist zum Autofahren aber nicht geeignet.

Bei der Anfertigung der Bildschirmbrillen berücksichtigt der Augenoptiker die notwendigen Glasstärken des Trägers sowie dessen Arbeitsplatzanforderungen. Vor der Anschaffung der Brille empfiehlt es sich daher, den individuellen Sehabstand zu Bildschirm und Tastatur zu messen, um die Gläser genau darauf abzustimmen. Die Brillenfassung sollte nicht zu klein gewählt werden, damit die optimalen Sehzonen sowohl in der Höhe als auch in der Breite ausreichend groß sind. Entspiegelte Gläser lohnen sich wegen der vielen Lichtquellen, die es in Büros gibt.

Arbeitgeber übernimmt einen Teil der Kosten

Die Brille am Computerarbeitsplatz gehört zur persönlichen Schutzausrüstung. Per Gesetz steht einem Arbeitnehmer für Tätigkeiten am Bildschirm eine spezielle Sehhilfe zu, wenn die normale Sehhilfe dafür nicht geeignet ist. Bescheinigt das ein Augenarzt oder Augenoptiker, muss der Arbeitgeber zumindest einen Teil der Kosten für die Bildschirmbrille übernehmen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.07.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Kuratoriums Gutes Sehen: Computerarbeit: Wenn die Augen brennen und der Nacken schmerzt
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