Vorsicht bei Pilzen

Bei Pilzen kann es schnell zu gefährlichen Verwechslungen kommen – und es droht eine Pilzvergiftung. Was Sie dann tun sollten.

Pilz © iStock
(Berlin – 30.09.2016) Magenkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen: Solche Symptome können typisch für eine Pilzvergiftung sein. Durch die Ähnlichkeit vieler einheimischer Pilze kann es bei oberflächlicher Betrachtung leicht zu Verwechslungen kommen. Besonders gefährdet sind dabei Kinder und ältere Menschen, da bei ihnen schon geringe Pilzmengen entsprechende Krankheitsbilder auslösen können.

Die meisten tödlichen Pilzvergiftungen durch Grünen Knollenblätterpilz

Das Gesundheitsrisiko durch giftige oder unverträgliche Pilze ist verhältnismäßig hoch – immer wieder werden harmlose Exemplare mit giftigen Vertretern verwechselt. Der Grüne Knollenblätterpilz ist einer der giftigsten Pilze in Deutschland: Für Erwachsene kann bereits ein Frischpilz von zirka 50 Gramm tödlich sein – für Kinder etwa die Hälfte. Rund fünf Prozent aller Pilzvergiftungen gehen auf den Verzehr von Grünen Knollenblätterpilzen zurück, die von Juli bis Oktober vor allem in Laubwäldern, aber auch in Parks wachsen. Bei diesen Pilzen besteht eine hohe Verwechslungsgefahr mit einer Reihe von essbaren Pilzen – so beispielsweise mit Champignons oder Täublingen. Für etwa 80 Prozent aller tödlich verlaufenden Pilzvergiftungen sind Grüne Knollenblätterpilze verantwortlich.

Pilzvergiftung nicht ohne ärztliche Anweisung behandeln

Tritt nach einer Pilzmahlzeit Unwohlsein auf, sollte immer ärztlicher Rat eingeholt oder ein Giftinformationszentrum befragt werden, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Auf keinen Fall sollte eine Behandlung ohne ärztliche Anweisung erfolgen: Selbst vermeintlich harmlose Maßnahmen wie das Auslösen von Erbrechen können ernsthafte Folgen haben – so zum Beispiel wenn Erbrochenes in die Lunge gerät. Milch kann die Aufnahme von Gift sogar begünstigen.

Über genießbare, unverträgliche und giftige Pilze informiert eine Broschüre des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Hier können Sie sie als pdf herunterladen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.09.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung: Gefährliche Verwechslung: Pilzvergiftungen können tödlich sein
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