Karneval ohne Kater

Heute nimmt der Karneval mit der Weiberfastnacht so richtig Fahrt auf. Tipps, wie Sie die närrische Zeit ohne Kater überstehen.

Frau mit Maske im Karneval © Thinkstock
(Bonn – 04.02.2016) Für Karnevalsfans bringt die fünfte Jahreszeit so manche feucht-fröhliche Party oder Sitzung mit sich. Oft folgen am nächsten Tag stechende Kopfschmerzen, großer Durst, Übelkeit und Schlappheit – eben Katzenjammer pur. Sicher vermeiden können Sie den Kater nur durch Abstinenz. Doch wenn es ein oder zwei Gläser mehr werden, lässt sich das Übel mit ein paar Tricks wenigstens mildern.

Mit einer ballaststoffreichen Mahlzeit vorsorgen

„Eine ganz wichtige Grundregel ist: Trinken Sie nie auf leeren Magen“, sagt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. Eine gute Grundlage für die Party ist eine leichte Mahlzeit aus Rohkost und ballaststoffreichem Gemüse mit Kartoffeln, Getreide, Reis oder Nudeln. „Sie sorgt dafür, dass der Alkohol nicht so schnell ins Blut und damit in den gesamten Körper gelangen kann. Außerdem kann ein Teil des Alkohols so bereits im Magen durch Enzyme abgebaut werden.“ Fettreiche Krapfen dagegen sind vielleicht lecker, aber weniger empfehlenswert: Sie belasten den Magen zusätzlich.

Zwischendurch immer wieder Wasser oder Schorle trinken

Alkohol wirkt harntreibend – mit dem Wasser entzieht er dem Körper jedoch auch lebenswichtige Mineralien. So bringt er das Flüssigkeits- und Mineraliengleichgewicht aus dem Lot und stört den Stoffwechsel insgesamt. „Das lässt sich verhindern, wenn man zwischendurch immer mal wieder ein Glas Mineralwasser oder Apfelschorle trinkt“, rät der Experte. Damit wird gleichzeitig der Alkoholkonsum begrenzt.

Bei einer Alkoholsorte bleiben

Das Katerrisiko hängt natürlich vor allem von der konsumierten Alkoholmenge ab. Je mehr Alkohol in kurzer Zeit getrunken wird, umso weniger kommt der Körper mit dem Abbau hinterher. In der Leber entsteht ein Rückstau an Acetaldehyd. Dieses Abbauzwischenprodukt ist giftig und hauptsächlich für den Kater verantwortlich.

Daneben spielt auch die Art des Alkohols eine Rolle. Kohlensäure oder Glukose beispielsweise können die Beschwerden verstärken, weil sie den Acetaldehydabbau hemmen. Und: Je mehr sogenannte Fuselalkohole – das sind Nebenprodukte beim Gärungsprozess – ein Getränk enthält, umso größer ist die Gefahr, dass es einen heftigen Brummschädel gibt. Diese Stoffe stecken vor allem in dunklem Alkohol und in minderwertigen Produkten. „Generell sollte man möglichst bei einer Alkoholsorte bleiben“, so Seitz. Unterschiedliche Getränke mit unterschiedlichen Wirkstoffen überfordern den Körper.

Mineralstoffhaltiges Frühstück, viel trinken und Bewegung

Spätestens wenn sich die ersten Symptome bemerkbar machen, sollte man dem strapazierten Stoffwechsel Ruhe gönnen. Dem Katzenjammer am nächsten Morgen begegnet man am besten mit einem ordentlichen, mineralstoffhaltigen Frühstück – zum Beispiel mit sauren Gurken, Matjes, Gemüsebrühe oder Früchtemüsli. Außerdem können ausreichend nicht-alkoholische Flüssigkeit und anschließend viel Bewegung an der frischen Luft helfen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.02.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V. (Eva Neumann): Karneval ohne Kater: Gut essen, viel Wasser und kein Durcheinander
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