UV-Schutz für die Augen

Auch im Winter ist UV-Schutz wichtig – vor allem für unsere Augen. Welche Kriterien die richtige Sonnenbrille erfüllen sollte.

Junge Frau mit Sonnenbrille im Winter © Thinkstock
(Berlin – 29.01.2016) Nur wenige wissen, dass es die Sonne auch in den Wintermonaten in sich hat. Dabei genügen wenige Minuten UV-Strahlung, um dauerhafte Sehdefizite auszulösen. Später können Grauer Star und Netzhautschäden die Folge sein. Besonders gefährdet sind Kinder, Menschen ab 40 Jahren und Helläugige.

Stärkere UV-Strahlung in den Bergen

Schon im Flachland und bei Bewölkung ist die gesundheitsgefährdende UV-Strahlung vorhanden. Kleine Wasserpartikel im Herbstnebel verstärken sie zusätzlich. Noch intensiver ist die Belastung in dünner Bergluft. Pro 1.000 Höhenmeter steigt die Lichtintensität um rund 20 Prozent. Das bedeutet Gefahr für ungeschützte Augen. Treffen UV-Strahlen zu lange oder mit zu hoher Intensität auf das Auge, bekommt die Hornhaut einen Sonnenbrand. Bei dieser als Schneeblindheit bekannten Photokeratitis sterben Zellen ab. Das kann ziemlich schmerzhaft sein.

Netzhautschädigungen, Makuladegeneration und Grauem Star vorbeugen

Während die Beschwerden der Schneeblindheit schnell abklingen, sind sie dauerhaften Schäden durch UV-Strahlung weit dramatischer: Krankheiten wie der Graue Star mit 17 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr und Makuladegeneration – also Netzhautschädigungen – werden zum wesentlichen Teil von UV-Licht ausgelöst. Forschungen der Ludwig-Maximilians-Universität München belegen, dass diese Krankheiten irreparabel sind. Prävention durch eine gut funktionierende Sonnenbrille ist das A und O.

Manche Menschen sind besonders gefährdet

Besonders sensibel reagieren helle Augen. Sie erkranken zehnmal häufiger an Makuladegeneration als dunkle. „Je weniger Pigmente die Iris aufweist, desto ungehinderter kann die Strahlung bis ins hintere Auge vordringen und dort zu Schäden führen“, erklärt Professor Michael Ulbig, Oberarzt für Augenheilkunde am Klinikum rechts der Isar. Regelmäßige Sehtests helfen, Risiken richtig einzuschätzen.  

Auch Kinderaugen sind sehr empfindlich. Sie haben weniger Pigmente, die Linsen sind noch klar. Deshalb treffen bei Einjährigen bis zu 90 Prozent der Strahlen auf die Netzhaut. Erst mit 18 bis 20 Jahren absorbiert die Linse effektiv.  

Ab dem vierzigsten Lebensjahr nimmt der natürliche Lichtschutz der Netzhaut ab: Die Konzentration der schützenden, gelben Farbstoffe Lutein und Zeaxanthin sinkt. Deshalb werden die Augen blendempfindlicher und benötigen mehr Schutz als in den Jahren zuvor.

Polarisierende Gläser schützen

Tiefstehende Sonne, Nässe und vereiste Straßen fordern die Augen im Winter. Das Sehen wird stressfreier, wenn die Reflexionen spiegelnder Oberflächen gefiltert werden. Polarisierende Gläser blockieren diese Lichtwellen. Den Unterschied können Optiker an einem Gerät demonstrieren. Meist lohnt auch die Investition in entspiegelte Glasrückseiten. Sie verhindern, dass Reflexionen vom Glas ins Auge gelangen. Das können bis zu 50 Prozent der Gesamtbelastung sein.

Merkmal für eine qualitativ hochwertige Sonnenbrille ist das CE-Zeichen. Es garantiert die Einhaltung der europäischen Schutzanforderungen. Auf der ganz sicheren Seite ist, wer Gläser nutzt, die UV-Strahlen bis 400 Nanometer (nm) filtern. Aus der Filterkategorie schließlich lassen sich Blendschutz und Tönungsgrad ablesen. Für herbstliche Bergtouren ist eine Tönung von 82 bis 92 Prozent (Kategorie 3) zu empfehlen. Für Schnee- und Gletschergebiete sind Gläser mit  92 bis 97 Prozent Tönung (Kategorie 4) ideal. Diese Gläser sind allerdings für den Straßenverkehr zu dunkel und deshalb hier nicht zugelassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.01.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Kuratoriums Gutes Sehen (KGS): UV-Schutz in der kalten Jahreszeit: Kein Auge zudrücken!
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