Veränderungen am Nagel

Flecken, Risse, Dellen: Nicht jeder ist mit schönen Nägeln gesegnet. Was Nagelveränderungen bedeuten und was Sie dagegen tun können.

Hände auf Handtuch © Thinkstock
(Bonn – 10.12.2015) Feste, glänzende Finger- und Fußnägel gehören für die meisten Menschen zu einem gepflegten Äußeren dazu. Doch längst nicht jeder ist mit makellosen Nägeln gesegnet: Rillen, Verfärbungen oder Risse sind weitverbreitet. Die Ursachen von Strukturschäden und Wachstumsstörungen an den Nägeln reichen von falscher Pflege über hormonelle Veränderungen bis hin zum Nährstoffmangel. Manchmal steckt auch eine ernste Erkrankung dahinter.

Schädliche äußere Einflüsse: Seife, Putzmittel, Nagellackentferner

Alles, was stark entfettet, kann die Nägel angreifen und ihnen Feuchtigkeit entziehen. Dazu gehören Seifen, Reinigungsmittel, Chemikalien und acetonhaltiger Nagellackentferner. Häufiger Kontakt zu solchen Substanzen führt zu brüchigen, glanzlosen Nägeln. Dellen und Rillen in den Fingernägeln sind oftmals die Folge einer mechanischen Beanspruchung – etwa durch eine nervöse Angewohnheit wie zwanghaftes Drücken der Nägel. Weiße Flecken auf den Nägeln werden häufig durch Stößen oder Verletzungen bei der Maniküre verursacht.

Pilzerkrankungen der Nägel

Weitverbreitet und besonders hartnäckig sind Nagelpilzerkrankungen. Sie äußern sich meist durch weiße oder gelbliche Verfärbungen und Verdickungen der Nagelplatte. Im weiteren Verlauf kann sich der Nagel teilweise oder ganz ablösen oder er zerbröselt.

Verschiedene Faktoren können das Nagelwachstum stören

Schilddrüsenerkrankungen, Infekte, Veränderungen im Hormonhaushalt oder Nährstoffmangel können das Nagelwachstum stören. Die Folge sind dünne, brüchige Nägel. Auch Medikamente können den Vitaminstatus beeinflussen und Nagelwachstumsstörungen hervorrufen. Tiefe Querrillen in den Nägeln sind ein Zeichen dafür, dass das Wachstum zwischenzeitlich gestört war.

Bestimmte Erkrankungen als Ursache für Nagelveränderungen

Bestimmte Organerkrankungen können zu Gefäßveränderungen im Nagelbett führen, die sich wiederum auf die Beschaffenheit der Nägel auswirken. Trübe, weißlich verfärbte Nägel können beispielsweise auf Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz oder Lebererkrankungen hinweisen. Gelbliche Nägel kommen bisweilen bei Atemwegserkrankungen vor. Nach außen gewölbte Nagelplatten (Uhrglasnägel) können die Folge einer Herz- oder Lungenerkrankung sein.

Was Sie gegen Nagelveränderungen tun können

Wer anhaltende Nagelveränderungen bemerkt, sollte den Arzt aufsuchen. Nagelerkrankungen wie Pilzinfektionen müssen unter hautärztlicher Anleitung konsequent behandelt werden und erfordern viel Geduld. Nagelveränderungen, die durch eine Organerkrankung verursacht werden, bessern sich meist im Zuge der Behandlung oder wenn die Erkrankung mit Medikamenten gut eingestellt ist.  

In jedem Fall, vor allem aber bei Grunderkrankungen ist es wichtig, auf den Vitaminstatus zu achten. Insbesondere Vitamin H ist für ein gesundes Nagelwachstum von Bedeutung. Es kommt in Leber, Eigelb, Haferflocken, Nüssen, Soja und Champignons vor. Bei starken Nagelschäden sollte eine Kur mit einem Vitamin-H-Präparat in Erwägung gezogen werden. Darüber hinaus sollten Sie Ihre Nägel schonend behandeln und sorgfältig pflegen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 10.12.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Haut- und Allergiehilfe: Flecken, Risse, Dellen: Was Nagelveränderungen bedeuten und was man dagegen tun kann
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