Tipps zur Sonnenfinsternis

Die Sonnenfinsternis ist ein seltenes Naturschauspiel, das Sie nur mit geeignetem Augenschutz beobachten sollten. Was dabei zu beachten ist.

Sonnenfinsternis © vitapublic/Bonacina
(Oberschleißheim – 19.03.2015) Frühlingsanfang – und die Sonne legt erst einmal eine Verschnaufpause ein. Morgen „versteckt“ sie sich bei einer partiellen Sonnenfinsternis vorübergehend zu großen Teilen hinter dem Mond. Wer dieses beeindruckende Naturschauspiel beobachten möchte, sollte sich keinesfalls auf Hausmittel verlassen. Rußgeschwärzte Gläser, schwarze Filmstreifen, CDs oder ähnliches sind für die Beobachtung der Sonne nicht nur ungeeignet, sondern gefährlich: Wer ohne geeigneten Schutz in die Sonne blickt, riskiert seine Sehkraft. Für die direkte Beobachtung der Sonne sollten Sie deshalb ausschließlich Schutz- oder Folienbrillen verwenden, die eindeutig zu diesem Zweck bestimmt sind und besondere Filtereigenschaften aufweisen. Höchstens 0,001 Prozent des Sonnenlichts dürfen hindurchkommen.

Darauf sollten Sie bei der Schutzbrille achten:

  • Die Schutzbrille ist gemäß den gültigen EU-Normen als sicher für den direkten Blick in die Sonne gekennzeichnet und mit dem CE-Symbol versehen.
  • Der Brille liegen Benutzungs- und Warnhinweise bei.
  • Die Schutzbrille ist intakt. Bei Folienbrillen darf die Folie keine Kratzer, Löcher, Risse am Übergang zwischen Filterfolie und Pappe oder sonstige Beschädigungen aufweisen. Verwenden Sie beschädigte Brillen auf keinen Fall.
  • Eine gute Schutzbrille verfügt außerdem über extrabreite Bügel und liegt gut am Gesicht an, damit möglichst wenig Licht am Glas vorbei ins Auge fällt.
Bitte beachten Sie: Sonnenbrillen sind keine Schutzbrillen. Auch die Beobachtung der Sonne durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras ist sehr gefährlich.

Ungeschützter Blick in die Sonne birgt Gefahren fürs Auge

Dringt das Licht der Sonne ungehindert ins Auge, trifft es mit hoher Energie auf die Netzhaut. Schon ein kurzer Blick in die Sonne kann die Netzhaut des Auges so stark schädigen, dass die Sehkraft nachlässt oder ganz verloren geht. Der Körper gibt kein Warnsignal, denn Netzhautschäden verursachen keine Schmerzen: Wenn man sie bemerkt, ist es zu spät.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.03.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Bundesamts für Strahlenschutz: Sonnenfinsternis nur mit geeignetem Augenschutz beobachten
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