Die Nieren schützen

Die Nieren haben viele Funktionen im Körper – und sind daher ein unverzichtbares Organ. Tipps, wie Sie Nierenerkrankungen vorbeugen können.

Hand an der Niere © Thinkstock
(Hamburg – 12.03.2015) Wenn die Nieren nicht mehr korrekt arbeiten, gerät das Leben in Gefahr. Angesichts seiner zahlreichen Funktionen im menschlichen Körper ist das Organ unverzichtbar – und sollte deshalb gut geschützt werden. Trotzdem hat etwa jeder zehnte Bundesbürger eine eingeschränkte Nierenfunktion – meistens als Folge von Diabetes mellitus und Bluthochdruck.  

„Wenn die Organfunktion unter zehn Prozent fällt, sprechen wir von einem terminalen Nierenversagen. Dann helfen nur noch Ersatzverfahren wie Dialyse oder Transplantation. Um es gar nicht erst zu Nierenfunktionsstörungen kommen zu lassen, sollten einige einfache Präventionsmaßnahmen ins alltägliche Leben eingebaut werden“, sagt Prof. Dr. Oliver Hakenberg von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) anlässlich des heutigen Weltnierentags.

Die Niere hat viele verschiedene Funktionen

Die bekannteste Aufgabe der Nieren liegt im Abtransport von Giften sowie von Resten des Stoffwechsels aus dem Körper. Das geschieht über die Bildung von Urin. Ebenso wichtig sind auch Funktionen in der Langzeiteinstellung des Blutdrucks und bei der Regulierung von Wasser-, Elektrolyt-, Säure-Basen- und Hormonhaushalt. Als Hauptursachen für nichtentzündliche Nierenschädigungen haben in den vergangenen Jahren besonders Diabetes mellitus und Bluthochdruck zugenommen – zu hohe Blutzuckerwerte sind heute in etwa 40 Prozent aller Fälle für eine terminale Niereninsuffizienz verantwortlich, zu hoher Blutdruck in etwa 25 Prozent der Fälle. Stark forciert wird diese Entwicklung besonders durch Übergewicht infolge von Fehl- und Überernährung gepaart mit Bewegungsmangel sowie durch das Rauchen.

Urintest und Ultraschalluntersuchung schaffen Klarheit

Da diese gefäßschädigenden Faktoren nach einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts das Erkrankungsrisiko für einen Bluthochdruck nicht erst ab Mitte 40 steigern, sondern schon bei Männern zwischen 18 und 29 Jahren signifikant erhöhen, können auch jüngere Menschen früh von Nierenfunktionsstörungen gefährdet sein. Vor diesem Hintergrund gilt es nach Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BDU), nicht nur ältere Patienten verstärkt auf potenzielle Risikofaktoren für Nierenerkrankungen zu sensibilisieren. Frühzeitige Klarheit können ein einfacher Urintest und eine Ultraschalluntersuchung der Nieren schaffen.

Tipps für gesunde Nieren

  • Ernähren Sie sich ausgewogen und bewegen Sie sich regelmäßig, um Ihr Körpergewicht im Normalbereich zu halten.
  • Trinken Sie täglich mindestens anderthalb Liter Flüssigkeit – am besten Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel.
  • Messen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck. Er sollte unter 140/90 mmHg liegen und notfalls medikamentös unter Kontrolle gebracht werden.
  • Hören Sie mit dem Rauchen auf.
Wer über 60 Jahre alt, zuckerkrank oder übergewichtig ist, an Bluthochdruck leidet oder einen Fall von Nierenversagen unter Angehörigen ersten Grades hat, sollte jährlich seine Nierenfunktion ärztlich überprüfen lassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.03.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Urologie: Nierengesundheit: Präventionstipps der Urologen zum Weltnierentag
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