WM: Lieber ohne Vuvuzela

Für viele gehören sie seit der letzten WM zum Anfeuern dazu: Vuvuzelas. Aber Vorsicht: Die Tröten können bleibende Hörschäden verursachen.

Fußball und Vuvuzelas © Thinkstock
(Neumünster – 11.07.2014) Am Sonntag steht das Finale gegen Argentinien an, die WM-Stimmung ist auf dem Höhepunkt. Seit der vergangenen WM in Südafrika darf für viele beim Anfeuern eine Vuvuzela nicht fehlen. „Das trompetenförmige Instrument ist bis zu einem Meter lang, und sein Klang ähnelt dem Trompeten eines Elefanten oder einem Hornissenschwarm. Das Instrument ist mit seinen Schalldruckpegeln, die 120 Dezibel erreichen können, bei maximaler Lautstärke für das menschliche Ohr nicht ungefährlich", warnt Prof. Leif Erik Walther vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. „Bereits Schalldruckpegel über 85 Dezibel können ohne entsprechenden Lärmschutz zu bleibenden Hörschäden und Ohrgeräuschen, also einem Tinnitus führen", so der Experte.

Hohe Lärmpegel können zu irreversiblen Hörschäden führen

Lärm schädigt die im Innenohr gelegenen Haarzellen. „Bei hohen Lärmpegeln und häufiger Belastung treten irreversible Schädigungen der äußeren Haarzellen auf, später sind auch die inneren Haarzellen betroffen. Irreversible Hörschäden, Schwerhörigkeit und störende Ohrgeräusche können die Folge sein. Gefährdet sind vor allem Kinder und Personen, bei denen Hörstörungen oder Tinnitus bereits vorhanden sind", sagt der HNO-Arzt.

Bei Hörstörungen frühzeitig zum Arzt gehen

Das Ausmaß von Hörschäden kann heute mit modernen diagnostischen Methoden gut bestimmt werden: Zum einen subjektiv mit Hörprüfungen, aber auch objektiv mit modernen automatischen Verfahren. „Wir sind heute in der Lage, mittels der sogenannten otoakustischen Emissionen eine Aussage über den Funktionszustand der äußeren Haarzellen, die auch bei Lärm in Mitleidenschaft gezogen werden, zu treffen. Mit speziellen Reizen kann seit einiger Zeit auch die Hörschwelle bei Kindern und Erwachsenen exakt ermittelt werden", erklärt Walther. Daher ist es ratsam, bei Hörstörungen – insbesondere bei solchen, die durch Lärm verursacht sind – frühzeitig einen HNO-Arzt zu konsultieren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.07.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Dt. Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte (www.hno-aerzte-im-netz.de): Vuvuzela: WM-Tröte kann Tinnitus und Hörschäden verursachen
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