Weniger ins Krankenhaus

WM-Spiele der Deutschen scheinen unserer Gesundheit gut zu tun. Denn: An deutschen Spieltagen werden weniger Menschen ins Krankenhaus eingeliefert.

Fußballfans © Thinkstock
(Hamburg – 25.06.2014) Deutsche WM-Spiele sind offensichtlich gut für unsere Gesundheit. Eine aktuelle Analyse der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigt, dass an deutschen Spieltagen 12,5 Prozent weniger Menschen ins Krankenhaus eingeliefert werden als an normalen Tagen. Das gilt auch für Herzinfarkte: Hier gab es 20 Prozent weniger Aufnahmen, wenn die deutsche Mannschaft auf dem Platz stand. Dagegen wurden an diesen Tagen 15 Prozent mehr Menschen wegen Alkoholvergiftungen behandelt. Für die Studie wurden die Daten der vergangenen beiden Fußball-Weltmeisterschaften in den Jahren 2006 und 2010 analysiert.

Egal ob Deutschland gewinnt oder verliert

Bisher ist man davon ausgegangen, dass spannende Fußballspiele schlecht fürs Herz sind und sogar Herzinfarkte fördern. Das kann diese Studie jedoch nicht bestätigen: „Unsere Datenanalyse zeigt überraschender Weise genau das Gegenteil“, sagt DAK-Krankenhausexperte Peter Rowohlt.  Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es nicht. Auch ist nicht relevant, ob die deutschen Fußballer als Sieger oder Verlierer vom Platz gehen. Das gilt auch für die vermehrten Alkoholvergiftungen.

Bei der vergangenen Fußball-WM landeten besonders am Tag des ersten deutschen Spiels gegen Australien, das die deutsche Mannschaft 4:0 gewann, ungewöhnlich viele Menschen mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus – 47,5 Prozent mehr als sonst. Auch das verlorene Halbfinale gegen Spanien brachte aufgrund von Alkoholmissbrauch ein Drittel mehr Menschen in die Klinik.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.06.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: DAK-Gesundheit
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