Fit durch die WM

Einige WM-Spiele beginnen erst um 22 Uhr oder später – und am nächsten Morgen klingelt wieder der Wecker. Wie Sie trotzdem fit durch die WM kommen.

Mann schläft mit Fußball im Arm © Thinkstock
(Berlin – 11.06.2014) Viele Fußball-Fans könnten in den kommenden Wochen unter chronischem Schlafmangel leiden. Denn durch die Zeitverschiebung werden einige Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft erst um 22 Uhr oder noch später angepfiffen. Da scheint das große Gähnen vorprogrammiert.

Senioren oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen sollten aufpassen

Mit dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft beginnt für wahre Fans ein gut vierwöchiger Ausnahmezustand. Wer in dieser Zeit viele Spiele live im Fernsehen verfolgen möchte und keinen Urlaub hat, wird sein gewohntes Schlafpensum deutlich reduzieren müssen. Anstoßzeiten um 22 Uhr, 24 Uhr und teilweise sogar erst um 03 Uhr nachts bringen eingefleischte Fans buchstäblich um den Schlaf. Und auch diejenigen, die nicht selbst vor dem Fernseher sitzen, könnten durch den Torjubel in der Nachbarschaft gestört werden – aus medizinischer Sicht durchaus ein ernstzunehmendes gesundheitliches Foul.  

„Wer während der gesamten WM wesentlich später ins Bett geht als üblich, entwickelt nicht nur einen akuten, sondern bereits einen chronischen Schlafmangel. Während junge, gesunde Menschen zwischen 15 und 30 Jahren eine solche Phase relativ problemlos wegstecken können, kann es bei älteren Menschen oder solchen mit Gesundheitsproblemen durchaus gefährlich werden“, erklärt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Krankenkasse Barmer GEK.

Wie Sie fit durch den Arbeitsalltag kommen

Neben Symptomen wie Unkonzentriertheit, Gereiztheit, Gefühlsschwankungen, Interessenlosigkeit und Kopfschmerzen belegen Studien außerdem, dass Schlafmangel den Appetit anregt und so zu Übergewicht beitragen kann, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht und den Blutzucker steigen lässt. Auch wenn man den Schlafmangel also durchaus ernst nehmen sollte, muss niemand auf ein spannendes Fußballspiel verzichten. Denn wer ein paar Tipps beherzigt, kommt eine Zeitlang auch mit wenig Schlaf fit und munter durch den Arbeitsalltag.  

Immer zur gleichen Zeit aufstehen, auch am Wochenende
Wer unter der Woche immer zur gleichen Zeit aufsteht, wird am Wochenende wahrscheinlich sogar von alleine wach. Dann sollte man aufstehen und so seinem individuellen Biorhythmus folgen.  

Mindestens einmal in der Woche ausschlafen
Wichtig ist, dass Sie am „Ausschlaftag“ nicht später aufstehen, sondern früher ins Bett gehen.
 
Mittagsschlaf machen
Dieser sollte zwischen 20 und maximal 40 Minuten dauern. Viele Unternehmen stehen diesem sogenannten Power-Napping inzwischen positiv gegenüber, denn es trägt zur Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter bei, baut Stresshormone ab und verringert zudem das Herzinfarktrisiko.  

Frische Luft tanken
Während eines Spaziergangs in der Mittagspause kurbelt die frische Luft den Kreislauf wieder an und kann so erlittenen Schlafmangel zum Teil ausgleichen.  

Für alle, bei denen all das nicht hilft, hat Marschall noch einen Trost: „In vielen Fällen wird der Körper selbst dafür sorgen, dass er zu seinem Schlaf kommt. Viele werden einfach vor dem Fernseher einschlafen – vor allem wenn ein Spiel mal nicht so spannend ist.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.06.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Barmer GEK (http://presse.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Presseportal/Subportal/Infothek/Newsletter-Gesundheit-im-Blick/Aktuelle-Ausgabe/PDF-Newsletter-WM-2014.pdf#search=Fu%C3%9Fball%20wm)
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