Regelmäßige Kontrollen

Wer ein Hörgerät trägt, sollte sich regelmäßig vom HNO-Arzt untersuchen lassen. Er überprüft, ob das Gerät noch den aktuellen Bedürfnissen entspricht.

Mädchen mit Hörgerät © Thinkstock
(Bad-Bramstedt – 02.09.2013) Für schwerhörige Menschen, die ein Hörgerät tragen, empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolluntersuchung beim HNO-Arzt. „Spätestens alle sechs Jahre sollten Hörgeräte-Träger sich von ihrem HNO-Arzt durchchecken lassen. So kann der Arzt Veränderungen des Hörvermögens oder weitere HNO-Erkrankungen rechtzeitig erkennen und den Patienten bei Bedarf einer adäquaten Behandlung zuführen. Außerdem kann er klären, ob die Qualität und die Art des Hörgeräts noch den aktuellen Bedürfnissen des Patienten entsprechen“, erläutert Dr. Jan Löhler, Landesvorsitzender Schleswig-Holstein des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte. 

Um diese Kontrolle sicherzustellen, ist nach den Regeln einer neuen Heil- und Hilfsmittelrichtlinie, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung unter Beteiligung des HNO-Berufsverbands mit dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen vereinbart hat, jede Neu- und Nachversorgung mit Hörgeräten im Regelfall an einen Arztbesuch gebunden.

Unbehandelte Schwerhörigkeit kann zu Stürzen führen

Eine relevante Beeinträchtigung des Hörvermögens liegt in Deutschland schätzungsweise bei jedem Fünften vor. Die Wahrscheinlichkeit einer Hörstörung nimmt mit steigendem Lebensalter zu. „Erste Anzeichen einer Schwerhörigkeit sind Kommunikationsstörungen. Es treten öfter verbale Missverständnisse auf, zum Beispiel aufgrund von Problemen des Sprachverständnisses bei Umgebungsgeräuschen sowie in größeren, hallenden Räumen. In späteren Stadien führen Hörbeeinträchtigungen zu Störungen der sozialen und persönlichen Beziehungen. Sie erhöhen daher das Risiko, an einer Depression zu erkranken. Auch ist nachgewiesen, dass eine unbehandelte Schwerhörigkeit zu vermehrten Stürzen und einem kognitiven Leistungsverlust führt. Deswegen ist es so wichtig, eine Verschlechterung des Hörvermögens frühzeitig ärztlich abklären zu lassen und entsprechend zu behandeln“, betont der niedergelassene HNO-Arzt aus Bad-Bramstedt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.09.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.hno-aerzte-im-netz.de
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