Neue Gift-App

Eltern bekommen jetzt schnelle Hilfe, wenn ihr Kind giftige Substanzen geschluckt hat – dank einer neuen App des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Smartphone © Thinkstock
(Berlin – 23.08.2013) Putzmittel, Medikamente, giftige Pflanzen, flüssiger Grillanzünder: Einmal nicht richtig aufgepasst, schon landen solche giftigen Substanzen im Kindermund. Dann kann schnelles und richtiges Handeln Leben retten. Dabei hilft Eltern und Erziehern jetzt die neue App des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR): „Vergiftungsunfälle bei Kindern“. Sie ist ab sofort kostenlos für iOS und Android verfügbar.

Mit der App direkt das zuständige Giftinformationszentrum anrufen

Die App bietet Unterstützung, um bei einem Vergiftungsunfall einen kühlen Kopf zu bewahren und die richtige Entscheidung zu treffen. Außerdem liefert sie Hintergrundinformationen zu Chemikalien, Medikamenten, Pflanzen und Pilzen. „Die App ist ein wichtiges Informations- und Nachschlagewerk – auch ohne unmittelbare Internetverbindung. Im Notfall kann aus der App sofort das zuständige Giftinformationszentrum angerufen werden", erklärte Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR, das die App entwickelt hat.

Tipps zur Vermeidung von Vergiftungsunfällen

Auch Tipps, wie sich ein Vergiftungsunfall von vorneherein vermeiden lässt, stehen den Nutzern zur Verfügung. „Viele Unfälle wären vermeidbar, wenn Eltern, Großeltern, Tageseltern, Erzieher und Lehrer die Risiken kennen und gefährliche Produkte immer sicher aufbewahren würden. Die neue App gibt wichtige Ratschläge und kann bei einem Unfall schnell Hilfestellung leisten. Wir wollen mit dem neuen Angebot vor allem dazu beitragen, dass es in Zukunft weniger Vergiftungsunfälle bei Kindern gibt“, sagt Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, die die App gerade in Berlin vorgestellt hat.

Eltern sollten jedoch beachten: Zwar liefert die App detaillierte Informationen zu Inhaltsstoffen von chemischen Produkten, Medikamenten, Pflanzen und Pilzen und erklärt Erste-Hilfe-Maßnahmen. Ein Ersatz für ärztliche Beratung ist sie im Notfall jedoch nicht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.08.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR): Vergiftungsunfälle bei Kindern: Neue App erleichtert Erste Hilfe und Prävention
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