Vorsicht: Überdosierung!

Menschen, die Schmerzpflaster anwenden, sollten im Sommer vorsichtig sein: Bei Hitze können gefährliche Überdosierungen auftreten.

Schmerzpflaster © Thinkstock
(Berlin – 09.08.2013) Im Hochsommer kann es bei Schmerzpflastern zu Überdosierungen kommen. Durch eine erhöhte Hauttemperatur werden die stark wirksamen schmerzstillenden Wirkstoffe schneller und leichter durch die Haut hindurch ins Blut aufgenommen. „Patienten sollten die Hautstelle mit dem Schmerzpflaster deshalb vor intensiver Sonnenbestrahlung schützen und sich – soweit möglich – in kühlen Räumen aufhalten“, sagt Gabriele Overwiening, Vorstandsmitglied der Bundesapothekerkammer. Außerdem ist es wichtig, die Stelle mit dem Schmerzpflaster auch nicht auf andere Art und Weise zu erwärmen, etwa durch Heizdecken, Wärmflaschen, Saunabesuche oder heiße Bäder.

Symptome einer Überdosierung kennen

„Patienten sollten die Zeichen einer Überdosierung kennen, das Pflaster beim Verdacht darauf sofort entfernen und unbedingt mit ihrem Arzt sprechen“, rät Overwiening. Eine Überdosierung äußert sich zum Beispiel in einer verlangsamten Atmung oder einem Schwäche- oder Schwindelgefühl. Weitere Anzeichen einer Überdosierung sind Schläfrigkeit, Schwierigkeiten beim Gehen oder Sprechen, Kältegefühl oder Verwirrtheit.

Noch einige Zeit beobachten

Wurde ein Schmerzpflaster entfernt, halten seine schmerzstillenden, aber auch unerwünschte Wirkungen noch einige Zeit an, da sich in der Haut ein Wirkstoffdepot gebildet hat. Patienten mit schweren Nebenwirkungen sollen deshalb nach Entfernung des Pflasters noch etwa einen Tag lang beobachtet beziehungsweise überwacht werden.

Übrigens: Auch bereits benutzte Schmerzpflaster enthalten noch große Mengen an Wirkstoff. Deshalb ist es ratsam, die Klebeflächen des Pflasters vor der Entsorgung aufeinander zu kleben. Das verhindert, dass der Wirkstoff über die Hände aufgenommen wird und es auf diese Weise zu Nebenwirkungen kommt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.08.2013
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
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