Die Angst vor der OP

Wenn eine Operation bevorsteht, wird vielen Menschen angst und bange. Mit einigen Tipps können Sie den Ängsten vor dem Eingriff vorbeugen.

Operation © Thinkstock
(Nürnberg – 15.03.2013) Sie lindern Beschwerden und retten Leben: Operationen sind für Ärzte alltäglich. Für die betroffenen Patienten allerdings nicht. Allein das Wort löse bei vielen Menschen Ängste aus, sagt Claudia Schlund von der Nürnberger Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD): „Patienten machen sich vor allem Sorgen über die Narkose, über mögliche Komplikationen und die Zeit nach dem Eingriff.“

Ein mulmiges Gefühl zu haben, ist vor einer OP ganz normal. Problematisch werden die Sorgen, wenn sie Patienten innerlich so beschäftigen, dass sie beim Gespräch mit dem Arzt vor Aufregung gar nicht mehr richtig zuhören können. „Wir erleben immer wieder Patienten, die durch ihre Sorgen geradezu blockiert sind und dadurch nicht wissen, ob der Eingriff die richtige Entscheidung für sie ist“, berichtet Schlund.

Offen über die Ängste sprechen

Um diesem Teufelskreis vorzubeugen, ist es wichtig, frühzeitig offen über die eigenen Ängste zu sprechen. Ansprechpartner dafür können zunächst der Partner, nahe Angehörige oder gute Freunde sein. „Auch im Arztgespräch sollte die Angst thematisiert werden“, rät die Expertin. Wichtig sei es hier, sich im Vorfeld genaue Gedanken zu machen und seine Befürchtungen aufzuschreiben, damit man nichts vergisst.

Wenn die Angst trotz ausführlicher Informationen über die Operation bestehen bleibe, gebe es weitere Möglichkeiten, ihr zu begegnen, sagt Schlund: „Zum Beispiel Entspannungstechniken oder beruhigende Musik.“ Direkt vor einem Eingriff können auch gezielt angstlösende Medikamente eingesetzt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.03.2013
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: dapd
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