Bleaching mit Folgen

Tee, Kaffee oder Zigaretten können die Zähne unschön verfärben. Dann greifen viele zu Bleaching Strips. Welche Folgen das hat.

Frau schaut in den Spiegel © Thinkstock
(Döhlau – 06.03.2013) Verfärbte Zähne sehen ungepflegt aus. Betroffene greifen daher oft zu sogenannten Bleaching Strips, die weiße Zähne und ein strahlendes Lächeln versprechen. Die Strips basieren auf Substanzen, die Carbamid- oder Wasserstoffperoxid enthalten, und bleichen die Farbpigmente in den Zähnen. Das funktioniert ähnlich wie beim Färben der Haare.

Der Döhlauer Zahnarzt Reiner Zajitschek vom Freien Verband Deutscher Zahnärzte warnt allerdings: „Das Problem ist, dass bei übermäßiger Anwendung von Bleichmitteln das Zahnfleisch verätzt werden kann. Die Zähne können dann dauerhaft fleckig und heiß-kalt-empfindlich werden.“ Der Experte rät daher vom Bleichen ohne Rücksprache mit dem Zahnarzt ab. „Die Zähne müssen vor dem Aufhellen professionell gereinigt werden“, empfiehlt Zajitschek. Außerdem sind Kronen und Füllungen farblich auf die Zähne abgestimmt und können nicht mit Bleichmitteln aufgehellt werden.

Alternative: Home-Bleaching

Eine Alternative zu den Bleaching Strips sei das Home-Bleaching, so der Experte: „Hier wird beim Zahnarzt eine individuelle Schiene für das Gebiss angefertigt, mit der der Patient das Bleichgel zu Hause selbst gezielt anwenden kann.“ Dies sei effektiver und sicherer als die Verwendung von Strips im Do-it-yourself-Verfahren. Die Kosten für das Anfertigen der Schiene muss der Patient tragen. „Aber wenn man sie einmal hat, kann man sie immer wieder verwenden“, sagt Zajitschek. Auf jeden Fall lohnt sich ein Preisvergleich, denn die Kosten für die Schiene unterscheiden sich von Arzt zu Arzt. Sie können zwischen 100 und 350 Euro liegen. Eine Tube Bleichgel kostet rund 20 Euro.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.03.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
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