Stimme weg?

Gerade im Winter ist es schnell passiert: Die Stimme ist belegt, man ist heiser. Was Sie dagegen tun können und wann Sie zum Arzt gehen sollten.

Frau mit Hand am Hals © Thinkstock
(Hamburg – 17.01.2013) Gerade in der kalten Jahreszeit plagen sich viele Menschen mit belegter Stimme und Heiserkeit herum. „Versagt die Stimme, geht man erst mal davon aus, dass jemand akut erkältet ist“, sagt der Hals-Nasen-Ohrenarzt Professor Wolfgang Kehrl, Chefarzt der Klinik für HNO-Krankheiten am katholischen Marienkrankenhaus in Hamburg. Dann sei es ratsam, die Stimme zu schonen und so wenig wie möglich zu sprechen.  

„Bei Fieber sollten temperatursenkende Mittel genommen werden und bei Husten hustenstillende Medikamente, um den Kehlkopf zu schonen“, rät der Experte. Der HNO-Arzt empfiehlt außerdem, mit Kamille, Salbei oder ätherischen Ölen zu inhalieren – entweder über einem Dampfbad oder mit einem Inhalator.

Bei lang anhaltender Heiserkeit zum Hausarzt

Hält die Heiserkeit länger als zwei Wochen an, sollte man zum Hausarzt gehen. „Denn eine Entzündung, die Heiserkeit verursacht, kann auch chronisch werden“, erklärt der HNO-Arzt. Mögliche Ursachen für eine anhaltende Heiserkeit können auch Polypen, Zysten oder Knötchen auf den Stimmbändern sein, die dann unter Kurznarkose entfernt werden.  

„Manchmal ist auch ein Sprechtraining nötig, bei dem der Patient lernt, seine Stimme unter starker Belastung richtig einzusetzen“, sagt Kehrl. Im schlimmsten Fall kann chronische Heiserkeit auch auf einen Tumor hinweisen. Doch der Experte beruhigt: „Die Heiserkeit ist dann ein frühes Symptom und es gibt gute Chancen, den Tumor mit einer Laser-OP zu entfernen.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.01.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung