Kein Leitungswasser

Schnell landet eine Kontaktlinse mal auf dem Boden. Dann sollte man sie auf keinen Fall mit Leitungswasser reinigen – das kann zu Augeninfektionen führen.

Kontaktlinse auf Finger © Thinkstock
(Backnang – 21.12.2012) In der Hektik kann es schnell passieren: Die Kontaktlinse fällt aus dem Auge und landet auf dem Boden. Schnell kommt jetzt der Gedanke, die verschmutzte Linse einfach mit etwas Leitungswasser abzuspülen. „Davon kann ich nur dringend abraten“, sagt Gerald Böhme, Leiter des Ressorts „Kontaktlinsen“ des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands. „Im Leitungswasser können Mikroorganismen sein, die im Auge zu Infektionen oder Erkrankungen führen können.“

Leitungswasser für die hygienische Reinigung ungeeignet

In Deutschland erfüllt das Wasser aus der Leitung zwar alle Trinkwasserverordnungen, für die hygienische Reinigung von Kontaktlinsen ist es jedoch nicht geeignet. Das gilt vor allem für weiche Linsen: „Hier haben Krankheitserreger besonders leichtes Spiel, dringen in das weiche Material ein, siedeln sich dort an und vermehren sich“, erklärt der Augenarzt aus Backnang.

Immer wieder kommt es zu Augeninfektionen durch falsche Kontaktlinsenreinigung: „Über das Wasser oder die Wasserleitungen können Bakterien, Pilze oder auch sogenannte Akanthamöben ins Auge gelangen und dort zu ernsthaften Erkrankungen führen“, warnt Böhme. Linsenträger sollten daher für die Reinigung immer spezielle Reinigungsmittel wählen und auch das Linsengefäß nicht mit Wasser, sondern mit einer desinfizierten Kochsalzlösung säubern.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.12.2012
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung