Entzündete Lidränder

Produzieren die Talgdrüsen an den Augen zu wenig Sekret, kann es zu einer Lidrandentzündung kommen. Was dagegen hilft.

Auge © Thinkstock
(Backnang – 20.09.2012) Rund 50 bis 70 Talgdrüsen, die sogenannten Meibomdrüsen, verteilen sich an den Lidkanten des Auges. Sie erzeugen das fetthaltige Meibom-Sekret und liefern damit den Tränenfilm. „Das Meibom schützt die Augenoberfläche“, erklärt Gerald Böhme vom Berufsverband der Augenärzte Deutschland e.V.. Wird zu wenig davon produziert, kann das Folgen haben: „Kommt es hier zu einer Störung, kann sich das Augenlid schnell entzünden und auch eine Bindehautentzündung entstehen“, sagt der Augenarzt. Auch hinter Trockenen Augen steckt in 80 Prozent der Fälle eine Störung der Meibomdrüsen. Drüsenentzündungen äußern sich zunächst durch brennende und gerötete Lidkanten. „Auch verschuppte oder verkrustete Lidkanten sind wichtige Warnhinweise“, so Böhme.

Lidrandentzündungen therapieren

Mit etwas Geduld lässt sich die Lidrandentzündung therapieren: „Der erste Schritt ist die tägliche Erwärmung und Reinigung der Meibomdrüsen“, erklärt der Augenarzt. Über drei Monate oder auch länger sollte dieses Ritual möglichst gleichmäßig und sorgsam erfolgen.  

Gegen das trockene Gefühl helfen Tränenersatzmittel. „Manchmal ergänzt man die Therapie auch mit einem Antibiotikum, das entzündungshemmend und fettverflüssigend wirkt.“ Bei schweren Verläufen werden kortisonhaltige Augentropfen verschrieben. „Hier sollte man aber mögliche Nebenwirkungen, wie zum Beispiel eine Linsentrübung im Blick behalten“, warnt Böhme.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.09.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cd
  • Quellen: dapd
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