Ohrenschmerzen lindern

Ohrenschmerzen sind lästig. Doch mit ein paar einfachen Mitteln lassen sie sich oft vermeiden oder beseitigen. Was bei Ohrenschmerzen helfen kann.

Ohr © Thinkstock
(München – 10.09.2012) Ohrenschmerzen können quälend sein. Doch manchmal lassen sie sich auch vermeiden. „Wer nach dem Schwimmen zu Ohrenschmerzen neigt, der sollte darauf achten, kein Wasser in die Gehörgänge zu bekommen oder vor dem Gang ins Schwimmbad verdünnte Essigsäurelösung, sogenannte „Tauchertropfen“ aus der Apotheke, in die Ohren träufeln“, empfiehlt HNO-Arzt Eike Krause, Leiter der Neurootologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Dann haben Keime keine Chance, denn sie werden abgetötet, sobald sie in das Ohr eindringen.

Bei trockenen Gehörgängen fettende Lotionen verwenden

Wer unter trockenen Gehörgängen leidet, kann vorbeugend fettende Lotionen aus der Apotheke verwenden. Die wichtigste Regel dabei lautet: auf Wattestäbchen verzichten. „Wattestäbchen hinterlassen im Gehörgang kleine Verletzungen, reizen und entfernen die schützende Ohrschmalzschicht. Damit bietet sich eine optimale Angriffsfläche für Bakterien und andere Keime“, sagt der Hals-Nasen-Ohrenarzt.  

Gegen akute Schmerzen empfiehlt der Experte zunächst Wärme – mittels einer Wärmflasche, eines feuchten, warmen Handtuchs oder einer Rotlichtlampe.

Nasenspray: Hilfe bei Problemen mit dem Druckausgleich

Nasenspray ist ein hilfreiches Hausmittel bei Belüftungsstörungen der Ohren. Wer beispielsweise bei Start und Landung im Flugzeug Ohrenschmerzen bekommt, also Probleme mit dem Druckausgleich im Ohr hat, kann im Notfall abschwellendes Nasenspray verwenden. „Eine halbe Stunde vor dem Start oder der Landung angewendet, hält das Spray die Verbindung zwischen Ohr und Nase, die sogenannte Ohrtrompete, frei", erklärt Krause. Dann funktioniert der Druckausgleich und die Schmerzen im Ohr bleiben aus.

„Nasenspray kann auch bei einer Mittelohrentzündung helfen“, sagt der Experte. Denn auch hier kann das Nasenspray die Ohrtrompete freimachen, so einen Druckausgleich ermöglichen und die Schmerzen deutlich lindern. Als Dauermedikament sind abschwellende Nasensprays jedoch nicht geeignet, da sie zu einer Gewöhnung und Schädigung der Schleimhäute führen können.

Auch Kaugummi wirkt bei gestörtem Druckausgleich

Was außerdem bei einem gestörten Druckausgleich hilft: Kaugummi kauen. Durch die ständigen Kaubewegungen öffnet sich die Ohrtrompete zwischen Mittelohr und Nasenrachen. Das Ohr wird belüftet, Druckdifferenzen werden ausgeglichen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 10.09.2012
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
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