Zähneputzen mit Kindern

Den Nachwuchs täglich zum Zähneputzen zu motivieren, ist schwer. Mit spielerischen Tricks können sich Kinder eher darauf einlassen.

Junge beim Zähneputzen. © Thinkstock
(Schmalkalden – 08.08.2012) Morgens und abends Zähneputzen – das bedeutet für viele Kleinkinder und deren Eltern ständiges Drama. Doch die Zahnpflege muss sein, vom ersten Milchzahn an: „Generell ist es wichtig, die Kinder spielerisch daran zu gewöhnen, zweimal täglich zu putzen“, erklärt Zahnärztin Kerstin Blaschke, Vizevorsitzende vom Freien Verband Deutscher Zahnärzte.

Kleine Tricks für den Alltag

Sträubt sich das Kind, sollten sich die Eltern zunächst fragen, wieso. „Vielleicht ist es noch zu beschäftigt oder mag es nicht, dass jemand in seinem Mund herumhantiert“, sagt Kerstin Blaschke.

Eltern von Zahnputz-Rebellen rät sie, es mit einem Trick zu versuchen. „Man kann zum Beispiel sagen: Wir machen das zusammen. Du putzt meine Zähne und ich putze deine Zähne“, schlägt die Zahnärztin vor. Ist das Kind ungeduldig, könne man auch schrittweise Putzen – zuerst die oberen Zähne, dann eine Gutenachtgeschichte und dann die unteren Zähne.

Zähneputzen kann Spaß machen

Ab drei Jahren können Kinder auch Färbetabletten benutzen. „Die gibt es in der Apotheke. Man kann sie zerkauen, ausspülen und dann sieht man: Dort, wo es eingefärbt ist, ist noch Zahnbelag“, erklärt Blaschke. „Das ist für Eltern ganz praktisch, weil das Problem dann sichtbar wird.“ Abschreckende Geschichten über Karies hält sie nicht in jedem Fall für ratsam. „Es gibt Kinder, die sich gruseln, wenn man ihnen vom Zahnteufel erzählt. Da soll man nicht übertreiben – die Kinder sollen ja hinterher noch schlafen.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.08.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cd
  • Quellen: dapd
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