Der Body-Mass-Index

Bin ich übergewichtig? Eine Antwort darauf kann der Body-Mass-Index liefern. Gerade bei Älteren scheint der Taillenumfang jedoch aussagekräftiger.

Waage und Massband © Thinkstock
(Berlin – 15.06.2012) Die gebräuchliche Berechnungsgrundlage für die Gewichtsklassifikation ist der sogenannte Body-Mass-Index (BMI). Dabei wird das Gewicht in Kilogramm durch die Körpergröße im Quadrat dividiert. Bei einer Größe von 1,60 Metern und einem Gewicht von 60 Kilogramm bedeutet dies: 60 geteilt durch 1,60 x 1,60, was einen BMI von 23,4 ergibt.

Gemäß den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO sind Menschen mit einem BMI zwischen 18,5 und 24,9 normalgewichtig. Menschen mit einem BMI unter 18,5 sind untergewichtig, solche mit einem BMI ab 25 übergewichtig. Ab einem BMI von 30 spricht man von Adipositas oder Fettsucht.

Taillenumfang aussagekräftiger?

Der BMI gibt jedoch lediglich einen Richtwert an. Er sagt nichts über die Zusammensetzung des Körpergewichts aus Muskel- und Fettgewebe oder die Verteilung des Fetts aus. Das ist aber für die gesundheitlichen Folgen entscheidend. Bei Kindern kann der BMI zudem nicht so angewendet werden wie bei Erwachsenen. Deshalb wird seit einiger Zeit immer wieder darüber diskutiert, wie aussagekräftig er tatsächlich ist. Als mögliche Alternative gilt die Vermessung des Taillenumfangs.

So ergab eine im Sommer 2011 in der Online-Fachzeitschrift „PLoS One“ veröffentlichte Untersuchung internationaler Wissenschaftler, dass zumindest bei älteren Menschen der Umfang der Taille der bessere Indikator für eine gesundheitsgefährdende Fettverteilung ist: Bei Älteren nehme die Muskelmasse im Körper beständig ab – ohne Folgen für ihr Gesamtgewicht, hieß es zur Begründung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.06.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cw
  • Quellen: dapd
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