Amalgam-Füllung entfernen?

Amalgam-Füllungen in den Zähnen stören viele Patienten. Die Kosten für eine Entfernung trägt die Kasse jedoch nur aus medizinischen Gründen.

Frau beim Zahnarzt © Thinkstock
(Döhlau – 06.06.2012) Zahnfüllungen aus Amalgam sind bei vielen Patienten unbeliebt. Sie fallen eher auf und stehen aufgrund ihres hohen Quecksilbergehalts im Verdacht, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Ausschlag hervorzurufen. Doch das Material wird von den Krankenkassen bezahlt. Wer sich davon trennen möchte, muss das in der Regel selbst bezahlen. „Amalgam sollte dann entfernt werden, wenn es aus medizinischen Gründen erforderlich ist“, sagt der Döhlauer Zahnarzt Reiner Zajitschek vom Freien Verband Deutscher Zahnärzte. „Ein solcher Grund kann zum Beispiel Sekundärkaries in einer bestehenden Füllung sein“, erklärt der Zahnarzt – wenn sich also an dem Zahn, an dem Karies behandelt und das Loch mit Amalgam gefüllt wurde, erneut Karies bildet.

Amalgam-Füllung bei Allergie entfernen

Amalgam sollte laut Zajitschek auch entfernt werden, wenn eine Allergie besteht. Das ist allerdings sehr selten der Fall. Aber nur dann zahlt die Krankenkasse die Kosten für die Entfernung und neue Füllungen in voller Höhe. „Wer sich aus rein kosmetischen Gründen für den Austausch von Amalgam entscheidet, muss die Kosten selbst tragen“, sagt der Experte. Denn eine solche Wunschbehandlung darf weder von privaten noch gesetzlichen Kassen bezahlt oder bezuschusst werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.06.2012
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
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