Alarmsignal rotes Auge

Eltern sollten ihr Kind, wenn es gerötete Augen hat, vom Facharzt untersuchen lassen. Das verhindert falsche oder unnötige Behandlungen.

Kind reibt Auge © Thinkstock
(Kelkheim – 22.05.2012). Wenn ein Kind gerötete Augen hat, führt der erste Weg besorgter Eltern zum Kinderarzt. Das ist auch richtig so. Denn: „In den meisten Fällen handelt es sich bei der Augenrötung nur um eine unspezifische Reizung“, sagt Dietlind Friedrich vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. Dennoch kann es sinnvoll sein, einen Augenarzt bei der Diagnosestellung hinzuzuziehen.

Antibiotika nur bei Bakterien

So hat die Erfahrung der Augenärztin aus Kelkheim gezeigt, dass viele Kinderärzte ihren kleinen Patienten antibiotische Augentropfen verschreiben. Diese helfen jedoch häufig gar nicht. „Wenn keine bakterielle Infektion vorliegt, bringen diese antibiotischen Augentropfen nichts“, sagt Dietlind Friedrich und warnt: „Die falsche Medikation fördert nicht nur Resistenzen, sondern auch schnell die Abwehrhaltung der Kinder gegenüber Augentropfen.“ Wenn die Tropfen dann wirklich nötig sind, verweigern sich die Kleinen.

Untersuchung bringt Klarheit

Warum die Augen sich röten oder brennen, kann viele Ursachen haben. Einen genauen Blick ins Auge ermöglicht die sogenannte Spaltlampe. „Mit dieser speziellen Lampe lässt sich beispielsweise ein kleiner Fremdkörper im Auge oder ein beginnendes Gerstenkorn entdecken“, sagt Dietlind Friedrich. Der Augenarzt kann außerdem erkennen, ob es sich bei der Rötung um die Auswirkungen einer Erkältung oder um eine Allergie handelt. „Auch Entzündungen im Inneren des Auges, das heißt in der Vorderkammer oder im Glaskörper, kann ausschließlich der Facharzt feststellen“, betont die Expertin. Hinter einer derartigen Rötung kann sich in seltenen Fällen auch eine Regenbogenhautentzündung (Iritis) verbergen, die es im Kindesalter zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen gibt.

Auch ein frühkindliches oder angeborenes Glaukom beim Baby kann wie „rote Augen“ aussehen. Die Expertin rät deshalb, im Zweifelsfall einen Augenarzt in die Diagnosestellung einzubinden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 22.05.2012
  • Autor/in: vitanet.de-mp
  • Quellen: dapd
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