Alarmsignal Zwischenblutung

Tritt Tage vor oder nach der Menstruation eine Blutung auf, kann das auf ein Myom hinweisen. Was Frauen dann wissen sollten.

Bauch © Thinkstock
(Hannover – 24.04.2012) Eine starke, lang anhaltende Menstruation oder Blutungen außerhalb der Regel kann auf gutartige Tumoren der Gebärmutter, sogenannte Myome hinweisen. „Neben unnormalen Blutungen leiden Myom‐Patientinnen oftmals auch unter wehenartigen Schmerzen, weil die Gebärmutter mit Kontraktionen auf eine Geschwulst reagiert", erklärt Dr. Christan Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte (BVF). „Seltener fallen die Tumoren durch Bauch‐ oder Rückenschmerzen oder einen verstärkten Harndrang auf. Diese Symptome treten dann auf, wenn ein Myom Druck auf andere Organe wie Blase, Niere oder Darm ausübt.“

Vom Arzt abklären lassen

Frauen mit unnormalen Blutungen oder starken Regelschmerzen sollten die Beschwerden von einem Frauenarzt abklären lassen. Neben Myomen, die sich nicht zu Krebs entwickeln, können seltener auch bösartige Sarkome in der Gebärmutter auftreten. Diese unterscheiden sich durch ihr schnelles Wachstum. „Um Myome zu diagnostizieren, wird nach einem ausführlichen Gespräch in der Regel zunächst eine Tast‐ und eine Ultraschall‐Untersuchung durchgeführt. Bringen die Verfahren keine Klarheit, werden weitere Untersuchungen wie Magnetresonanz‐Tomografie, Röntgen bis hin zur Gebärmutter‐ und Bauchspiegelung nötig“, erläutert Dr. Albring.

Stimulation durch Östrogene

Warum Myomen aus der Gebärmutter‐Muskelschicht enstehen, ist bislang noch unbekannt. Meist entwickelt sich der gutartige Tumor in der Nähe eines Blutgefäßes aus einer unreifen Muskelzelle, die aufgrund einer Stimulation durch Östrogene schneller wächst als die umliegenden Zellen. „Entsprechend bilden sich diese Myome nur bei fruchtbaren Frauen, deren Eierstöcke Östrogene produzieren“, fügt der Frauenarzt hinzu. „Nach den Wechseljahren können sich bestehende Myome dann langsam zurückbilden."

Familiär bedingt

Myome sind die häufigsten gutartigen Geschwülste des weiblichen Genitaltrakts, die meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr entstehen. Rund 40 Prozent aller 35‐Jährigen entwickeln solche Tumoren. Weil Töchter von Myom‐Patientinnen häufiger betroffen sind, wird auch eine genetische Ursache bei der Entstehung vermutet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.04.2012
  • Autor/in: vitanet.de-mp
  • Quellen: Frauenärzte im Netz
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