Vorsicht: Pfropf im Ohr

Hörprobleme kommen oft von einem Ohrpfropf. Besonders Menschen, die häufig Ohrstöpsel oder In‐ear‐Kopfhörer tragen, sind betroffen. Was dann hilft.

Hand am Ohr © Thinkstock
(München – 14.03.2012) Wenn das Hörvermögen etwas nach lässt, muss nicht immer eine Krankheit schuld daran sein. Oft ist ein Pfropfen aus Ohrenschmalz die Ursache dafür. Das gilt vor allem für Menschen, die häufig einen Gehörschutz oder In-ear-Kopfhörer tragen. „Überschüssiges Ohrenschmalz kann dann zu einem störenden Propfen zusammenkleben und das Hörvermögen beeinträchtigen“, sagt Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin des Deutschen Berufsverbandes der Hals‐Nasen‐Ohrenärzte und Landesvorsitzende in Thüringen.

Man solle keinesfalls versuchen, das Ohrenschmalz mit Wattestäbchen oder anderen spitzen Gegenständen zu entfernen, warnt die Expertin: „Sie können den Pfropf noch tiefer ins Ohr drücken oder den Gehörgang und das Trommelfell verletzen. Hinzu kommt, dass die Manipulation mit Wattestäbchen die Ohrenschmalz‐Produktion noch zusätzlich anregt."

Auf professionelle Hilfe setzen

Wesentlich sicherer: Den Propf professionell entfernen lassen. „Gehörschutz‐Träger, Menschen mit engen Gehörgängen beziehungsweise mit generell verstärkter Ohrenschmalz‐Produktion sollten deshalb regelmäßig, am besten alle drei bis sechs Monate, zum HNO‐Arzt gehen“, empfiehlt die niedergelassene HNO‐Ärztin aus Erfurt. Der HNO‐Arzt berät außerdem beruflich oder privat lärmbelastete Menschen hinsichtlich eines individuell geeigneten Gehörschutzes und erläutert die Vor‐ und Nachteile der verschiedenen Optionen.

Ohrenschmalz ist das wachsartige Sekret der Gehörgangsdrüsen. Es hält die Haut des Gehörgangs geschmeidig und bewahrt den Säureschutzmantel, der das Eindringen von Krankheitserregern verhindert. „Nur bei einer Überproduktion oder Verhärtung muss das Sekret mehrmals jährlich vom HNO‐Arzt entfernt werden“, erklärt Dr. Lundershausen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.03.2012
  • Autor/in: vitanet.de-mp
  • Quellen: HNO-Ärzte im Netz
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