Müde Augen

Trockene und brennende Augen sind in der Regel ein Zeichen von Übermüdung. In bestimmten Fällen sollte ein Augenarzt zurate gezogen werden.

Frau mit ermüdeten Augen © Thinkstock
(Düsseldorf – 20.02.2012) Ob nach einem langen Arbeitstag oder am späten Abend: Irgendwann machen die Augen nicht mehr mit. Sie werden spürbar müde und beginnen zu brennen. „Grund hierfür ist eine verminderte Produktion von Tränenflüssigkeit, die Augen werden weniger befeuchtet, können sich dann trocken oder brennend anfühlen", erklärt Professor Horst Brewitt, Leiter des Ressorts „Trockenes Auge“ beim Berufsverband der Augenärzte in Düsseldorf.

Arbeit am Computer

Ein Auslöser, der tagsüber zu müden Augen, Rötungen oder geschwollenen Lidern führen kann, ist laut Brewitt die Arbeit am Computer. Häufig sind Menschen, die im Büro arbeiten betroffen und lange am Computerbildschirm sitzen. Unverträgliche Kosmetika, Kontaktlinsen oder rauchige Luft können den Tränenfilm ebenfalls stören. Und schließlich verdunstet bei starker Zugluft oder trockener Heizungswärme der Tränenfilm vermehrt. All das kann zu den genannten Symptomen führen.

Die Tränenproduktion wird auf sehr komplizierte Weise über das Nervensystem gesteuert, erklärt Brewitt: „Die produzierte Menge unterliegt erheblichen Tagesschwankungen.“ Mit zunehmendem Alter nimmt die Tränenproduktion ebenfalls ab.

Hinweis auf eine Erkrankung

Wer im Alltag oder im Beruf sehr häufig mit den Symptome ermüdeter Augen zu kämpfen hat, leidet möglicherweise unter einer Störung des Tränenfilms. Dies sollte der Augenarzt untersuchen. Die Ursache für die Tränenfilmstörung können auch andere Erkrankungen wie Diabetes, chronischer Rheumatismus oder entzündliche Gefäßerkrankungen sein. „Das Gefühl müder Augen kann auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein“, fügt Augenarzt Brewitt hinzu.

In der Regel ist eine Behandlung mit „künstlichen Tränen“ (Tränenersatzmitteln) erfolgversprechend. „Diese Produkte befeuchten die Augenoberfläche und verbessern die Qualität des Tränenfilms“, erklärt Horst Brewitt.
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