Keine Frage des Alters

Weil viele Menschen Blasenschwäche (Inkontinenz) für ein Problem des Alters halten, schämen sie sich besonders, wenn sie in jungen Jahren darunter leiden.

Tropfender Wasserhahn © Thinkstock
(München – 27.01.2012) Inkontinenz oder Blasenschwäche bezeichnet den ungewollten und unkontrollierten Urinverlust. Viele schämen sich dafür und verschweigen das Problem. Zwar leiden darunter vor allem ältere Menschen und in erster Linie Frauen, aber auch Männer und jüngere Menschen können von Inkontinenz betroffen sein.

Gerade junge Menschen reagieren häufig mit Entsetzen, wenn sie merken, dass sie keine Kontrolle über ihre Blase mehr haben. Viele neigen dazu, das Problem zu ignorieren. Mitunter behelfen sie sich dann einfach mit unzureichenden Hilfsmitteln wie dickeren Slipeinlagen – ohne die Ursache des Leidens zu behandeln.

Weniger trinken ist keine Lösung

Parallel dazu reduzieren manche Betroffenen ihre tägliche Trinkmenge, um so den Harndruck zu verringern. Auf Dauer kann das aber eher zu Blasenentzündungen oder Verstopfung führen, als zur Lösung des Problems beizutragen. Abgesehen davon kann eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme zu weiteren, ernsten gesundheitlichen Problemen führen. In vielen Fällen ist ein schwacher Beckenboden das Problem. Und dagegen kann etwas getan werden.

Viele Frauen beschäftigen sich mit ihrem Beckenboden das erste Mal während einer Schwangerschaft. Meist sind es Hebammen oder Frauenärzte, die ihnen diesen bislang unbekannten Bereich ihres Körpers näher bringen und sie zu gezielten Beckenbodenübungen anleiten.

Wer bereits in jüngeren Jahren unter Inkontinenz leidet, aber weiß, dass unter Umständen bereits eine Kräftigung des Beckenbodens helfen kann, geht womöglich offener mit dem Thema um. Bei einer Blasenschwäche sollte jedoch das Gespräch mit einem Arzt gesucht werden. Er kann am besten beurteilen, welche Maßnahmen im Einzelfall am hilfreichsten sind.
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